Straßenkreuzung in Caracas | Bildquelle: AFP

Regierungsangaben Venezuela hat wieder Strom

Stand: 14.03.2019 09:22 Uhr

Das Wasser war knapp, Patienten in Krankenhäusern starben: Der tagelange Stromausfall in Venezuela hat die Bevölkerung auf eine neue harte Probe gestellt. Nach Angaben der Regierung sind die Probleme nun aber behoben.

Nach fast einer Woche ohne Strom ist die Energieversorgung in Venezuela laut Regierung wiederhergestellt. Durch den Brand in einem Umspannwerk gebe es nur noch in zwei Ortschaften nahe der Hauptstadt Caracas einige Probleme, sagte Informationsminister Jorge Rodriguez. Die Versorgung mit fließendem Wasser sei zu 80 Prozent wieder sichergestellt.

Seit Donnerstag vergangener Woche hatte ein massiver Stromausfall weite Teile des südamerikanischen Landes lahmgelegt. Die Regierungsgegner sehen die Ursache des Blackouts in Missmanagement und mangelnder Wartung der Anlagen in dem kriselnden Ölstaat.

Staatschef Nicolás Maduro hingegen machte einen von den USA und der Opposition geplanten Cyberangriff für den Kollaps der Energieversorgung verantwortlich.

Ermittlungen gegen Guaidó

Wegen Sabotage wurden Ermittlungen gegen den Oppositionsführer und selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó eingeleitet. Der hatte wegen des Stromausfalls zu neuen Protesten gegen die Regierung aufgerufen.

Nach einer mehrtägigen Zwangspause sollten die Menschen nun wieder ihrer Arbeit nachgehen, sagte Minister Rodríguez. Schulen und Universitäten hingegen sollen sicherheitshalber erst am Freitag wieder öffnen.

Der Stromausfall hatte das ohnehin schon krisengebeutelte Land schwer getroffen. Die knapp bemessenen Lebensmittel verfaulten, Menschen mussten Wasser aus Flüssen schöpfen, in den Krankenhäusern starben Menschen. Der öffentliche Nahverkehr brach zusammen, an den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 14. März 2019 um 10:00 Uhr.

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