Russische Militärmaschinen in Venezuela | Bildquelle: REUTERS

Militärmaschinen landen in Caracas Streit über russische Militärs in Venezuela

Stand: 27.03.2019 17:56 Uhr

In Venezuela sind russische Militärmaschinen mit 99 Soldaten und Dutzenden Tonnen Ausrüstung gelandet. Die Opposition kritisiert das scharf. Die Regierung Maduro spricht dagegen von einer normalen Militärkooperation.

Venezuelas selbst ernannter Übergangspräsident Juan Guaidó hat die Ankunft zweier russischer Militärflugzeuge kritisiert. "Sie sagen, die Streitkräfte würden die Souveränität verteidigen, und bringen ausländische Soldaten", erklärte der führende Oppositionspolitiker.

Am Wochenende waren zwei russische Militärflugzeuge in Caracas gelandet. Venezolanische Medien berichteten, dass 99 Soldaten sowie 35 Tonnen Fracht mit den Flugzeugen gekommen seien. Ein venezolanischer Regierungsvertreter teilte mit, die russischen Militärs seien für Gespräche über Wartung von Ausrüstung, Training sowie Strategie ins Land gekommen.

Russische Militärmaschinen in Venezuela | Bildquelle: REUTERS
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Russland ist ein enger (militärischer) Verbündeter Venezuelas.

Verträge mit "militärisch-technischem Charakter"

Russland wies die Kritik zurück. Diese Flüge hätten nichts Mysteriöses, zitiert die Agentur einen Sprecher der russischen Botschaft. Es handele sich um die Umsetzung seit Jahren vereinbarter Verträge mit "militärisch-technischem Charakter".

Russland ist ein enger militärischer Verbündeter Venezuelas. Ein gemeinsames Militärmanöver der russischen und venezolanischen Streitkräfte in dem südamerikanischen Land war in Dezember auf scharfe Kritik gestoßen. Zudem löste die Verlegung von zwei atomwaffenfähigen Langstreckenbombern vom Typ Tu-160 nach Venezuela Besorgnis unter anderem in der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) aus.

Neben Russland zählen China, Kuba und die Türkei zu den Unterstützern Maduros. Die USA, Deutschland und zahlreiche andere Staaten stehen auf der Seite Guaidós.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 25. März 2019 um 06:44 Uhr und Deutschlandfunk um 05:00 Uhr.

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