Pro-Maduro-Demo in Caracas | Bildquelle: AFP

Protest in Venezuela Mit Kerzen gegen Maduro

Stand: 13.02.2019 03:45 Uhr

Tag für Tag demonstrieren Tausende gegen den venezolanischen Präsidenten Maduro. Nach lautem Protest versuchten es Studenten nun mit einer Nachtwache. Ihr Favorit Guaidó stellte ein Ultimatum.

Von Anne-Katrin Mellmann, ARD-Studio Mexiko-City, zzt. Caracas

Die Regierungsgegner erhöhen den Druck auf Nicolás Maduro: Nach dem Massenprotest am Montag legte Venezuelas Studentenbewegung nach. Mit einer zwölfstündigen Nachtwache erinnerte sie an die Toten früherer Demonstrationen gegen die Regierung.

Immer wieder sind bei den großen Protestwellen der vergangenen Jahre Studenten und Schüler ums Leben gekommen. In diesem Jahr, seit sich Juan Guaidó zum Übergangspräsidenten erklärt hat, verlaufen die Demos überraschend friedlich. Die staatliche Repression findet davor und danach statt, und konzentriert sich auf die Viertel der Armen.

Das Grüne Kreuz, die Gruppe von Medizinstudenten, die verletzten Demonstranten hilft, musste beim gestrigen Marsch durch Caracas nicht arbeiten. José Zavala hat eine optimistische Erklärung dafür, dass sich die Sicherheitskräfte zurückhalten: "Es gibt schon eine Aufbruchsstimmung. Außerdem macht die internationale Gemeinschaft Druck. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass es viele politische Gefangene gibt", sagt er.

Zehntausende demonstrieren in Caracas gegen Präsident Maduro
tagesthemen 22:15 Uhr, 12.02.2019, Xenia Böttcher, ARD Mexiko zzt. Caracas

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"Die Leute begehren auf"

Druck von außen sei wichtig, meinen viele Demoteilnehmer. Aber das allein reiche nicht, so die Studentin Sara Medina. Die 18-Jährige will, dass die Maduro-Regierung auf die Forderung von Guaidó eingeht und ausländische, humanitäre Hilfe ins Land lässt.

Aber was, wenn das nicht passiert? "Dann muss man auf uns Studenten setzen und auf alle, die das Land nicht verlassen wollen", glaubt sie. "Wir müssen solidarisch sein, uns gegenseitig unterstützen und Hilfe in jede Ecke Venezuelas bringen. Das kann lange dauern, aber klappen. Ich wohne in einem Armenviertel und spüre, dass die Leute aufbegehren und etwas ändern wollen. "

Xenia Böttcher, ARD Mexiko zzt. Caracas, zum Machtkampf in Venzuela
tagesthemen 22:15 Uhr, 12.02.2019

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"Diktatoren sind Tölpel und dumm"

"Wir sind die Jugend, die hier geblieben ist", rufen tanzende Demonstranten kämpferisch. Etwa drei Millionen Venezolaner sind bereits vor der Krise geflohen. Besonders betroffen vom Lebensmittel- und Medikamentenmangel, von Unsicherheit, der zusammenbrechenden Infrastruktur und von Hyperinflation sind die indigenen Völker.

Liborio Guarulla war der Gouverneur des Bundesstaats Amazonas, bis ihn die sozialistische Regierung 2017 von allen politischen Ämtern ausschloss. Er gehört zum Volk der Baniva. Mit Federkopfschmuck und Raubtierzahnkette ist er zum Protestmarsch gekommen. "Wir Indigenen haben die sozialistische Regierung unterstützt, als sie vor 20 Jahren anfing. Es ging um mehr Demokratie", berichtet er.

"Wir hätten nicht gedacht, dass daraus eine Diktatur würde. Unsere Götter wollen, dass wir das Land ändern, damit ein Zusammenleben wieder möglich ist. Die Wende wird kommen. Leider zeichnet sich ein dramatisches Ende ab. Diktatoren sind Tölpel und dumm. Ihr Abgang muss immer blutig sein."

Liborio Guarulla
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Regierungsgegner Liborio Guarulla glaubt an eine Eskalation.

Pro-Maduro-Demo in Caracas
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Die Maduro-Anhänger gaben sich merklich zurückhaltend.

Demo der Regierungsanhänger

Fast zeitgleich haben sich auch einige tausend Regierungsanhänger versammelt, unter ihnen viele Staatsangestellte. Allerdings sind sie auffallend zurückhaltend: Außer einer Frau will keiner ins Mikrofon sprechen. Keylie Molina heißt sie: Die 35-Jährige arbeitet für ein Sozialprogramm der Regierung, das Hunde medizinisch versorgt. "Die Jugend ist auf die Straße gegangen, um unsere Revolution und unsere Institutionen zu unterstützen. Wir sind für unseren Präsidenten Maduro. Es gibt Dinge, die verbessert werden müssen, aber wir sind dabei."

Die Maduro-Regierung bleibt dabei, dass sie keine ausländische humanitäre Hilfe akzeptiert. Der selbst ernannte Übergangspräsident Guaidó hat nun eine Frist gesetzt: Am 23. Februar sollen die Hilfsgüter ins Land kommen. Wenn es ihm nicht gelingt, die Mehrheit der Soldaten davon zu überzeugen, den Weg freizugeben, droht eine Eskalation.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Februar 2019 um 20:00 Uhr.

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