Nicolàs Maduro, Präsident von Venezuela, spricht während einer landesweiten Fernsehansprache aus dem Miraflores Palast.  | Bildquelle: REUTERS

Krise in Venezuela Ländergruppe drängt Maduro zu Rücktritt

Stand: 05.01.2019 00:49 Uhr

Millionen Venezolaner sind ausgewandert, die Versorgung im Land ist weiter katastrophal und eine Besserung ist nicht in Sicht: Mehrere Länder haben jetzt an Präsident Maduro appelliert, die nächste Amtszeit nicht anzutreten.

Angesichts der prekären Lage in Venezuela hat ein Zusammenschluss mehrerer Länder Präsident Nicolás Maduro dazu gedrängt, seine kommende Amtszeit nicht anzutreten. Zwölf lateinamerikanische Länder und Kanada zweifelten die Legitimität der am 10. Januar beginnenden zweiten Amtszeit von Maduro an. Maduro solle die Macht abgeben, um Demokratie wiederherzustellen.

Die Wahl Maduros war international scharf kritisiert worden, die sogenannte Lima-Gruppe erkannte sie nicht an. Sie sieht die Abstimmung vom 20. Mai 2018 als Verstoß gegen die "internationalen Standards eines demokratischen, freien, gerechten und transparenten Prozesses".

Lateinamerikanische Staaten fordern Amtsverzicht Maduros und Neuwahlen in Venezuela
tagesschau 09:50 Uhr, 05.01.2019

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Schärfere Sanktionen gefordert

Venezuela, einst reiche Ölnation, erlebt nach zwei Jahrzehnten sozialistischer Führung eine schwere Krise. Lebensmittel und Medikamente sind knapp, schätzungsweise 2,3 Millionen Venezolaner sind seit 2015 aus ihrem Land ausgewandert, wie die Vereinten Nationen mitteilten.

Hochrangige Diplomaten aus der Region waren in Lima zusammengekommen, um über die Krise in Venezuela zu diskutieren, darunter Außenminister aus Argentinien, Brasilien und Kolumbien. Die vor mehr als einem Jahr gegründete Lima-Gruppe forderte eine Verschärfung der Sanktionen gegen die Regierung Maduros und sagte Unterstützung für Bemühungen zu, vor dem Internationalen Strafgerichtshof gegen seine Regierung vorzugehen.

Die Lima-Gruppe rief Marduro auf, den Amtseid am kommenden Donnerstag nicht abzulegen und stattdessen die Macht an den von der Opposition kontrollierten Kongress abzugeben, bis neue, fairere Wahlen abgehalten werden könnten. Der mexikanische Vertreter bei dem Treffen weigerte sich, die Resolution gegen Maduro zu unterzeichnen.

Venezuela poltert gegen USA

Maduro hatte die Empfehlungen der Gruppe in der Vergangenheit abgelehnt. Sein Außenminister Jorge Arreaza beschuldigte die Länder schon vor der Entscheidung, Befehle von US-Präsident Donald Trump entgegen zu nehmen. "Was für eine Demonstration demütigender Unterordnung", schrieb Arreaza auf Twitter.

Die USA gehören offiziell nicht zur Lima-Gruppe, sie unterstützen sie aber. US-Außenminister Mike Pompeo nahm per Videokonferenz an dem Treffen teil.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Januar 2019 um 04:43 Uhr und 09:50 Uhr.

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