Guaidó | Bildquelle: AFP

Selbst ernannter Interimspräsident Guaidó ist wieder in Venezuela

Stand: 04.03.2019 20:36 Uhr

Unter dem Jubel seiner Anhänger ist der selbst ernannte Interimspräsident Guaidó nach Venezuela zurückgekehrt. Da seine Ausreise vom Obersten Gericht verboten worden war, droht ihm die Festnahme.

Von Anne-Katrin Mellmann, ARD-Studio Mexiko

Venezuelas Parlaments- und selbst ernannter Übergangspräsident Juan Guaidó ist wieder nach Venezuela zurückgekehrt. Er landete aus Panama kommend auf dem Hauptstadtflughafen Maiquetía. Dort wurde er von begeisterten Anhängern begrüßt. Mehrere Botschafter der Länder, die Guaidó als Übergangspräsidenten anerkennen, darunter der deutsche, erwarteten ihn am Flughafen von Caracas.

Er habe keinerlei Probleme bei der Einreise gehabt, sagte Guaidó. Er werde den Wandel in Venezuela voranbringen, versprach er, nichts könne ihn aufhalten. Angst verspüre er nicht. Sollte die Maduro-Regierung ihn festnehmen lassen, werde das ihr letzter Fehler sein, hatte Guaidó gedroht.

Wenig später rief er bei einer Kundgebung in Caracas mit Zehntausenden Teilnehmern zum neuen Massenprotest am Samstag auf.

Journalisten umringten den selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó nach seiner Ankunft. | Bildquelle: REUTERS
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Journalisten umringten den selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó nach seiner Ankunft.

Werbetour im Ausland

Noch ist unklar, wie die sozialistische Regierung mit ihm umgehen wird. Guaidó hat gegen eine Ausreisesperre des Obersten Gerichts verstoßen. Eine Woche lang reiste er durch Südamerika, bevor er heute in seine Heimat zurückkehrte.

Vor seiner Ankunft versammelten sich in Caracas und anderen großen Städten Regierungsgegner zu neuen Protestveranstaltungen. Die Menschen forderten den Rücktritt von Präsident Nicolas Maduro sowie faire und freie Wahlen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. März 2019 um 20:00 Uhr.

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