In Venezuela sind die Proteste von Regierungsgegnern in Gewalt umgeschlagen. | Bildquelle: AP

Machtkampf in Venezuela Maduro erklärt Aufstand für gescheitert

Stand: 01.05.2019 04:13 Uhr

Venezuelas umstrittener Präsident Maduro hat nach den schweren Krawallen den Aufstand für gescheitert erklärt. Sein Widersacher Guaidó rief zu weiteren Massenprotesten auf und appellierte auch erneut an das Militär.

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro hat sich erstmals öffentlich gezeigt, seit die Opposition das Militär zu seinem Sturz aufgerufen hat. Maduro trat gemeinsam mit Verteidigungsminister Vladimir Padrino im staatlichen Fernsehen auf.

Er habe Gustavo Gonzalez Lopez als Chef des Geheimdienstes Sebin wieder eingesetzt, sagte Maduro. Er äußerte sich nicht dazu, weshalb der bisherige Amtsinhaber Manuel Christopher Figuera seinen Posten verließ. Christopher Figuera hatte Gonzales Lopez erst vergangenes Jahr abgelöst.

Neue Eskalation im Machtkampf in Venezuela
nachtmagazin 00:15 Uhr, 01.05.2019, Esther Saoub, SWR

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Oppositionschef Juan Guaidó hatte Maduro vorgeworfen, nicht länger die Unterstützung des Militärs zu genießen. Auch er forderte die Armee zum Sturz Maduros auf. Mehrere Dutzend überwiegend junge Soldaten schlossen sich vor einem Luftwaffenstützpunkt nahe der Hauptstadt Caracas dem selbst ernannten Übergangspräsidenten Guaidó an und lieferten sich Schusswechsel mit Militärs, die Maduro die Treue halten. Gegen Maduro gingen in Caracas auch Zehntausende Demonstranten auf die Straße. Bei Zusammenstößen mit der Polizei wurden 36 Menschen verletzt, wie ein Krankenhaus mitteilte.

Maduro: "Verräter werden ihr Schicksal noch kennen lernen"

Nach dem Aufstand einiger Soldaten in Venezuela erklärte Präsident Maduro den Aufstand für gescheitert. "Ich danke der Militärführung für den Mut bei der Verteidigung des Friedens", sagte er in seiner Fernsehansprache.

Am Morgen hatte Guaidó einige Soldaten auf seine Seite gezogen und den Rest der Streitkräfte dazu aufgerufen, sich ihm anzuschließen. Abtrünnige Soldaten befreiten zudem den seit Jahren inhaftierten Oppositionsführer Leopoldo López aus dem Hausarrest.

Nach Darstellung von Maduro seien die Soldaten unter einem Vorwand zu einer Autobahn nahe dem Militärstützpunkt La Carlota gelockt worden. Als sie merkten, dass es sich um einen Coup der Opposition handelte, seien die meisten umgekehrt, sagte Maduro. Gegen den harten Kern von etwa 20 abtrünnigen Soldaten ermittele nun die Generalstaatsanwaltschaft. "Diese Verräter werden ihr Schicksal noch kennen lernen", sagte Maduro.

Xenia Böttcher, ARD Mexiko-Stadt, zzt. Caracas, zur Lage in Venezuela
nachtmagazin 00:15 Uhr, 01.05.2019

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Guaidó ruft Anhänger zu weiteren Protesten auf

Guaidó hat seine Anhänger unterdessen zu weiteren Protesten gegen Staatschef Maduro aufgerufen. Die "Operation Freiheit" werde am Mittwoch mit Straßenprotesten im ganzen Land fortgesetzt, sagte der Oppositionsführer in einem Internet-Video. Die Streitkräfte müssten weiter "voranschreiten", um Maduro abzusetzen.

Guaidó hatte am Dienstag die "Operation Freiheit" zur Beendigung der Regierung Maduros ausgerufen.

alt Anne-Katrin Mellmann

Einschätzung

Der erbitterte Machtkampf zwischen Guaidó und Maduro dürfte mit dem Überraschungscoup um den Oppositionellen Leopoldo López nun in seine Endphase einbiegen.
Gelingt es Guaidó auch dieses Mal nicht, Maduro aus dem Präsidentenpalast zu vertreiben, wird er zusammen mit López im Gefängnis landen. Wie lange erwartet, entscheidet das Militär: Unterstützt der Großteil weithin Maduro, dann hat der Aufstand keine Aussicht auf Erfolg. Sollten die Soldaten allerdings dem Aufruf folgen, könnte Maduro nur noch versuchen, ins Ausland zu fliehen. Kuba wäre ein mögliches Ziel.

Anne-Katrin Mellmann, ARD-Studio Mexiko-Stadt

Über dieses Thema berichtete das Nachtmagazin am 30. April 2019 um 00:15 Uhr.

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