Flagge der USA | dpa
Hintergrund

Traditionen Warum die Amerikaner immer dienstags wählen

Stand: 25.10.2010 10:57 Uhr

Der US-Kongress hatte den Dienstag im Jahr 1845 einheitlich für die Wahl der Wahlmänner von Präsident und Vizepräsident der damals erst 28 vereinigten Staaten festgelegt. Seit jeher orientieren sich auch die großen Parteien an dieser Tradition.

Den Sonntag schloß man 1845 als Wahltag aus, weil dies der Tag des Herrn sei. Der Montag galt als Anreisetag, denn damals gab es nur ein Wahllokal in der jeweiligen Bezirkshauptstadt. Der Donnerstag fiel gänzlich aus, weil an dem Tag die damals ungeliebten Briten ihr Parlament wählten. Der Freitag galt als ungünstig, weil man sich auf den Samstag, den Markttag, vorbereiten musste.

Elefant und Esel sind traditionell "Wappentiere" der beiden großen US-Parteien. Der Elefant steht dabei für die Republikaner, der Esel für die Demokraten.

Abgerechnet wird in den USA traditionell am Dienstag.

So blieben nur noch der Dienstag oder der Mittwoch übrig. Die Wahl fiel schließlich auf den Dienstag nach dem ersten Montag im November. Gemäß ihrer Tradition wählen die Amerikaner ihren Präsidenten, seit 1872 auch das Repräsentantenhaus und seit einer Kongressentscheidung von 1915 ebenfalls den Senat an einem Dienstag.