Donald Trump | Bildquelle: AFP

US-Präsidentenwahl Auszählung läuft - Trump erklärt sich zum Sieger

Stand: 04.11.2020 10:19 Uhr

Dieses Szenario war von vielen befürchtet worden: Die Auszählung der Stimmen zieht sich hin, das Ergebnis der US-Präsidentenwahl steht noch aus. Amtsinhaber Trump erklärt sich dennoch zum Sieger - die Demokraten reagieren empört.

Noch werden die Stimmen ausgezählt, aus wichtigen Bundesstaaten liegen noch keine Ergebnisse vor. Und dennoch: US-Präsident Trump hat sich bereits an die Öffentlichkeit gewandt und zum Sieger erklärt. "Wir haben diese Wahl gewonnen", sagte Trump vor Anhängern in Washington.

Angesichts der Verzögerungen sprach Trump von "Betrug" an den Wählern und kündigte an, vor das Oberste Gericht zu ziehen, um eine weitere Auszählung der Stimmen stoppen zu lassen.

Rede im Weißen Haus: Trump will wegen "Betrugs" bei Wahl vor Supreme Court ziehen
US-Wahl 2020, 04.11.2020

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Biden-Team: "Skandalös"

Das Team von Herausforderer Joe Biden reagierte empört auf die Aussagen des US-Präsidenten. Diese seien "skandalös", heißt es in einer Mitteilung von Bidens Wahlkampfmanagerin Jen O'Malley Dillon. Sollte Trump seine Drohung wirklich wahr machen, stünde ein ganzes Team von Anwälten bereit, um das Vorhaben zu stoppen.

Trump: "Sie versuchen, die Wahl zu stehlen"

Trump hatte zuvor bereits auf Twitter von einem "großen Gewinn" gesprochen und seinen politischen Gegnern vorgeworfen, sie versuchten, "die Wahl zu stehlen". Der Kurznachrichten-Dienst fügte diesem Tweet einen Warnhinweis hinzu: Die Informationen darin seien "umstritten" und könnten in Bezug auf die Wahl "irreführend" sein.

Auch Biden gibt sich siegesgewiss

Noch bevor Trump sich auf Twitter äußerte, hatte sich auch Biden in einer Ansprache siegessicher gezeigt: "Wir glauben, dass wir auf dem Weg sind, diese Wahl zu gewinnen." Der Demokrat rief seine Anhänger zur Geduld auf. Es könne womöglich noch dauern, bis ein Ergebnis im Rennen zwischen ihm und Trump feststehen werde. "Es ist nicht vorbei, bevor nicht jede Stimme gezählt wurde", betonte Biden in seiner Heimatstadt Wilmington im US-Bundesstaat Delaware.

Mittlerer Westen besonders knapp

Nach einer langen Wahlnacht stand das Ergebnis in mehreren US-Staaten noch aus, darunter auch im besonders heftig umkämpften Mittleren Westen. Trumps Herausforderer Biden konnte zum Teil besser abschneiden als Hillary Clinton vor vier Jahren, verfehlte aber den in seiner Demokratischen Partei erhofften klaren Wahlsieg.

So konnte Trump wie vor vier Jahren erneut in Florida, Texas, Ohio und Iowa gewinnen. Wie schon vor vier Jahren dürfte sich die Präsidentschaftswahl in den Staaten des Mittleren Westens entscheiden. In Pennsylvania, Michigan und Wisconsin kam es jedoch nicht zuletzt wegen unterschiedlicher Regelungen im Umgang mit Briefwahlstimmen zu Verzögerungen bei der Auszählung. In den meisten der 50 US-Staaten sowie dem Hauptstadtbezirk Washington D.C. blieb es bei den Mehrheitsverhältnissen von 2016.

Über dieses Thema berichtete die Sondersendung zur US-Wahl am 04. November um 09:00 Uhr.

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