Warteschlange vor einer Stimmabgabestelle in Texas | REUTERS

Drive-Through-Abstimmung In Texas droht Streit um 100.000 Stimmen

Stand: 01.11.2020 05:40 Uhr

90 Millionen Wahlberechtigte in den USA haben ihre Stimme bereits abgegeben - ein Rekord. In Texas hatten die Behörden aufgrund der Corona-Pandemie Drive-Through-Abstimmungen erlaubt. Republikaner klagen dagegen.

Im hart umkämpften US-Bundesstaat Texas droht eine juristische Auseinandersetzung um die Gültigkeit von rund 100.000 bereits abgegebenen Stimmen für die Präsidentschaftswahl in einem der größten Wahlbezirke des Landes. Ein Bundesrichter setzte für Montag eine Dringlichkeitsanhörung darüber an, ob die Behörden in Houston unrechtmäßig sogenannte Drive-Through-Abstimmungen erlaubt haben, bei denen Wähler aus dem Auto heraus ihre Wahlzettel in entsprechende Urnen werfen können.

Dagegen hatten unter anderem der konservative Aktivist Steve Hotze und der republikanische Abgeordnete Steve Toth, geklagt. Sie beschuldigen die Verantwortlichen von Harris County, ihre verfassungsmäßige Autorität überschritten zu haben. Diese hatten wegen der Corona-Pandemie Drive-Through-Abstimmungen als Alternative erlaubt. Insgesamt gibt es zehn solcher Abstimmungsmöglichkeiten. Aus dem Lager der Demokraten hieß es, der Antrag sei "völlig unvernünftig".

Der republikanische Präsident Donald Trump muss bei der Wahl am 3. November um sein Amt fürchten. Landesweit führt nach Meinungsumfragen sein Herausforderer Joe Biden von den Demokraten. Gewinnt er Texas, hat er gute Chancen auf den Wahlsieg. Zuletzt zeichnete sich in dem traditionell konservativen Bundesstaat ein enges Rennen ab.

Über dieses Thema berichtete das Erste in der Sendung "US-Wahl 2020" am 01. November 2020 um 00:10 Uhr.