Joe Biden | AFP

Prognose von US-Sendern Biden holt Arizona

Stand: 13.11.2020 10:58 Uhr

Gleich vier große US-Sender sagen einen Sieg Bidens in Arizona voraus. Der US-Demokrat könnte damit seine Mehrheit im Wahlgremium weiter ausbauen. China rang sich inzwischen zu einer Gratulation an Biden durch.

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat laut Prognosen weiterer Fernsehsender auch den Bundesstaat Arizona gewonnen. Die Sender CNN, NBC, CBS und ABC gehen von einem Sieg des Demokraten in dem traditionell republikanischen Bundesstaat aus. In ihren Hochrechnungen errang Biden einen knappen Vorsprung von rund 11.000 Stimmen vor US-Präsident Donald Trump. Arizona hat elf Wahlleute zu vergeben.

Der konservative Sender Fox News und die Nachrichtenagentur AP hatten Biden bereits in der Wahlnacht zum Sieger in Arizona erklärt.

Biden ist nicht einzuholen

Es ist das erste Mal seit fast 25 Jahren, dass Arizona bei einer Präsidentschaftswahl an einen Demokraten geht. 1996 hatte Bill Clinton in dem Staat gewonnen. 

Nach dem Sieg in Arizona käme Biden auf 290 Stimmen für das Wahlleute-Kollegium, das den Präsidenten am 14. Dezember offiziell wählt. Nötig für einen Wahlsieg sind 270 Wahlleute. Diese Schwelle hatte Biden bereits am vergangenen Wochenende nach seinem Sieg in Pennsylvania überwunden. 

Neuauszählung in Georgia

Amtsinhaber Trump kommt nach aktuellem Stand auf 217 Wahlleute. Der Republikaner hat es bislang abgelehnt, seine Niederlage bei der Wahl anzuerkennen und behauptet, ohne Belege anzuführen, bei der Stimmabgabe und Auszählung habe es Unregelmäßigkeiten gegeben.

Noch nicht entschieden ist das Rennen zwischen Biden und Trump in den Bundesstaaten North Carolina und Georgia. Wegen des knappen Ergebnisses hatten die Behörden in Georgia eine Neuauszählung aller Stimmen angekündigt.

"Respektieren die Entscheidung"

Inzwischen erreichten Biden auch Glückwünsche aus China: "Wir respektieren die Entscheidung des amerikanischen Volkes", sagte Außenamtssprecher Wang Wenbin in Peking. China gratuliere Biden und seiner künftigen Vize-Präsidentin Kamala Harris.

Während Trumps Amtszeit hatte sich das Verhältnis zwischen Washington und Peking deutlich verschlechtert. Beide Seiten befinden sich in einem Handelskonflikt. Auch Biden kündigte ein entschlossenes Auftreten gegenüber China an.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. November 2020 um 12:00 Uhr.