Videobotschaft von Trump

US-Republikaner nominieren Trump "Glückwunsch, Dad, wir lieben dich!"

Stand: 20.07.2016 02:26 Uhr

Nun ist es offiziell: Die US-Republikaner haben beim Parteitag in Cleveland Donald Trump als ihren Präsidentschaftskandidaten nominiert. Er erhielt deutlich mehr als die erforderlichen 1236 Stimmen - die entscheidenden Delegiertenstimmen durfte sein Sohn bekannt geben.

Die Republikaner haben bei ihrem Parteikonvent in Cleveland Donald Trump offiziell als Präsidentschaftskandidaten nominiert. Mehr als 1236 Delegierte stimmten für den Immobilienmilliardär, womit er die erforderliche absolute Mehrheit erreichte. Die entscheidenden Delegiertenstimmen durfte sein ältester Sohn Donald Trump Junior bekanntgeben, der als Delegierter New Yorks nach Cleveland gereist war. "Glückwunsch, Dad, wir lieben dich", rief er unter dem Jubel der Menge.

Donald Trump jr. verkündet Nominierung seines Vaters als Präsidentschaftskandidat
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Donald Trump jr. (am Mikrofon) verkündet die Nominierung seines Vaters als Präsidentschaftskandidat. Neben ihm seine Geschwister Ivanka und Eric.

Stimmung wie beim ESC

Eine Instrumentalversion des Frank-Sinatra-Evergreens "New York, New York" erklang in der Halle, Delegierte tanzten und schwenkten Hände und Hüte. Der riesige Videowürfel blendet ein orange leuchtendes Feuerwerk ein und ein gewaltiges "Über die Hürde!". "Wir wollen Trump"-Sprechchöre waren in der Halle zu hören.

Aus europäischer Sicht verlief die Veranstaltung ein bisschen wie bei der Punktevergabe beim Eurovision Song Contest, Staat für Staat verkündete die Ergebnisse - mit lautstarkem Jubel. Insgesamt erhielt Trump 1725 Delegiertenstimmen, wie der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Paul Ryan, sagte.

Trump ist Präsidentschaftskandidat
tagesschau 09:00 Uhr, 20.07.2016, I. Ruck, ARD Washington, zzt. Cleveland

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Feier ohne Trump

Trump war zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend. Er soll zum Abschluss des Parteitags heute Abend seine Kandidatenrede halten, in der er die Nominierung formell akzeptiert. Trump sandte aber eine kurze Videobotschaft: "Natürlich werden wir die Präsidentschaft gewinnen und wirklichen Wandel und Führungskraft zurück nach Washington bringen."

Der 70-Jährige wird bei der Wahl im November voraussichtlich gegen Ex-Außenministerin Hillary Clinton antreten, die kommende Woche von einem Parteitag der Demokraten nominiert werden soll.

An der Nominierung Trumps hatte es zuletzt keine Zweifel mehr gegeben, weil seine Gegner mit einer Änderung der Geschäftsordnung des Parteitags gescheitert waren. Sie hatten gefordert, allen Delegierten bei der Nominierung die freie Entscheidung zu geben. So war aber die große Mehrheit der 2472 Delegierten in ihrem Abstimmungsverhalten an die Ergebnisse der Vorwahlen gebunden.

Donald J. Trump @realDonaldTrump
Such a great honor to be the Republican Nominee for President of the United States. I will work hard and never let you down! AMERICA FIRST!

Michael Pence soll Vizepräsident werden

Als Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten nominierte der Parteikonvent Michael "Mike" Pence. Der Gouverneur von Indiana wurde per Akklamation bestätigt. Auch Pence muss seine Nominierung formal noch annehmen.

Der 57-Jährige gilt als sehr konservativ und soll Donald Trump Stimmen von Sozialkonservativen und Evangelikalen bringen.

Kleinere Auseinandersetzungen vor der Arena

In der Innenstadt von Cleveland gab es während des Parteitags Reibereien zwischen Unterstützern und Gegnern Trumps. Besonders auf dem Public Square, einem speziell als Protest-Ort ausgewiesenen Platz nahe der Parteitagsarena, gerieten mehrere Gruppen mit einigen Dutzend Anhängern aneinander. Laut Polizeiangaben gab aber keine Festnahmen oder Verletzten.

Die Stadt erließ massive Sicherheitsmaßnahmen rund um die Republikaner-Versammlung. Aus mehreren Bundesstaaten waren Sicherheitskräfte angefordert worden. Cleveland hatte mit 5000 Polizisten für die 50.000 erwarteten Besucher geplant.

Trump-Gegner brüllen einen Mann an, der sich für fundamentalistische christliche Werte einsetzt.
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Trump-Gegner brüllen einen Mann an, der sich für fundamentalistische christliche Werte einsetzt.

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