Hillary Clinton fordert Zusammenhalt gegen den Terror.

E-Mail-Affäre Clinton muss Fragen schriftlich beantworten

Stand: 20.08.2016 04:01 Uhr

Die E-Mail-Affäre aus ihrer Zeit als US-Außenministerin ist für Hillary Clinton noch nicht ausgestanden. Ein US-Gericht entschied jetzt, dass die Präsidentschaftsbewerberin der Demokraten die Fragen einer konservativen Stiftung beantworten muss - wenn auch nur schriftlich.

Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton muss schriftlich zu Fragen über ihre umstrittenen E-Mail-Praktiken als US-Außenministerin Stellung beziehen. Das entschied am Abend ein US-Gericht. Geklagt hatte die konservativen Stiftung Judicial Watch gegen Clintons Gebrauch eines privaten Mail-Servers in ihrer Amtszeit als US-Außenministerin.

Die jetzt getroffene richterliche Entscheidung ist für Judicial Watch allerdings nur ein Teilsieg. Die Gruppe hatte angestrebt, dass Clinton persönlich und unter Eid aussagen muss. Judicial Watch muss seine Fragen nun bis zum 14. Oktober einreichen. Clinton hat dann 30 Tage Zeit, um darauf zu reagieren. Damit könnte sie sich mit der Beantwortung bis nach der Präsidentschaftswahl am 8. November Zeit lassen - es sei denn, Judicial Watch reicht seine Fragen bereits früher ein.

Die Republikaner versuchen, das Thema im US-Wahlkampf auch nach dem Ende einer Ermittlung des FBI am Laufen zu halten. Die US-Bundespolizei hatte Anfang Juli empfohlen, keine Anklage gegen Clinton zu erheben. Das FBI hatte aber mitgeteilt, Clinton und ihre Mitarbeiter seien im Umgang mit als geheim eingestuftem Material "extrem sorglos" gewesen. Clinton war von 2009 bis 2013 US-Außenministerin.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. August 2016 um 04:51 Uhr.

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