US-Außenminister Mike Pompeo | Bildquelle: REUTERS

Visabeschränkungen USA erhöhen Druck auf Huawei

Stand: 15.07.2020 19:41 Uhr

Die USA haben Visabeschränkungen gegen Huawei-Beschäftigte erlassen: "Bestimmte" Mitarbeiter leisteten China "materielle Unterstützung" bei Menschenrechtsverletzungen, so das Außenministerium. Lob gab es für die britische Regierung.

Die USA haben Visabeschränkungen gegen Beschäftigte von chinesischen Technologiefirmen erlassen. Von den Sanktionen betroffen seien unter anderem Beschäftigte des Telekom-Riesen Huawei, erklärte das US-Außenministerium in Washington. Andere Firmen wurden nicht namentlich genannt.

"Bestimmte" Huawei-Mitarbeiter leisteten der kommunistischen Führung in Peking bei Menschenrechtsverletzungen "materielle Unterstützung", hieß es zur Begründung. Das Außenministerium warnte Telekommunikationsfirmen in aller Welt davor, Geschäfte mit Huawei zu machen.

Lob an britische Regierung

Außenminister Mike Pompeo erklärte zudem, kommende Woche nach Großbritannien und Dänemark reisen zu wollen. Die britische Regierung hatte am Dienstag angekündigt, Huawei vom weiteren Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes des Landes auszuschließen. Ab Ende dieses Jahres dürfen Mobilfunkanbieter keine 5G-Ausrüstung mehr von Huawei kaufen. Zudem sollen alle bereits verwendeten Komponenten des chinesischen Herstellers bis zum Jahr 2027 aus dem Netz entfernt werden. Pompeo nannte die britische Entscheidung "vorbildlich".

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte den Druck auf London zuletzt massiv verschärft, Huawei vom weiteren Ausbau des Netzes auszuschließen. Die US-Regierung wirft dem Konzern eine zu große Nähe zur chinesischen Führung vor.

Huawei ist einer der weltweit größten Telekommunikationsausrüster und führend bei der 5G-Technologie. In zahlreichen Ländern gibt es aber Sorgen, dass Huawei-Technik ein Einfallstor für chinesische Spionage oder Sabotage sein könnte.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Kultur am 15. Juli 2020 um 12:40 Uhr.

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