Donald Trump bei seiner Abschiedsrede - Screenshot  | WHITE HOUSE/HANDOUT/EPA-EFE/Shut

Trumps Abschiedsbotschaft "Wir stehen erst am Anfang"

Stand: 20.01.2021 19:11 Uhr

Der abgewählte US-Präsident Trump hat sich zu seinem Abschied in einer Videobotschaft an die Nation gewandt. Mit Eigenlob hielt er sich nicht zurück. Ein bisschen versöhnlich gab er sich gegenüber der neuen Regierung.

Zum Ende seiner Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump sich in einer Abschiedsrede an die Nation gewandt. In seiner Videobotschaft sagte der scheidende Staatschef, er sei "wirklich stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben." Trump erklärte weiter: "Wir haben getan, wozu wir hergekommen sind - und so viel mehr."

Er bete für den Erfolg der neuen Regierung, damit Amerika sicher und wohlhabend bleibe. "Wir wünschen ihnen alles Gute und wir wollen auch, dass sie Glück haben." Zum Sturm von Trump-Anhängern auf das Kapitol sagte er: "Alle Amerikaner waren entsetzt über den Angriff auf unser Kapitol." Politische Gewalt sei ein Angriff auf alles, was die Amerikaner wertschätzen. "Sie kann niemals toleriert werden. Mehr denn je müssen wir uns jetzt auf unsere gemeinsamen Werte besinnen, uns über den parteipolitischen Groll stellen und unser gemeinsames Schicksal schmieden," appellierte Trump.

"Größte Wirtschaft der Weltgeschichte aufgebaut"

Der 45. Präsident verwies zum Ende seiner Amtszeit auf das Erreichte hin. „Gemeinsam mit Millionen hart arbeitender Patrioten in diesem Land haben wir die größte politische Bewegung in der Geschichte unseres Landes aufgebaut", sagte er. "Wir haben auch die größte Wirtschaft der Weltgeschichte aufgebaut." Es ginge um "Amerika First", weil alle Amerika wieder großartig machen wollten.

Trump kam auch auf die Corona-Krise zu sprechen, an der bisher 400.000 US-Bürger gestorben sind. "Wir trauern um jedes verlorene Leben und geloben in ihrem Gedenken, diese schreckliche Pandemie ein für alle Mal auszurotten."

Er könne der nächsten Regierung stolz die stärksten und robustesten Grenzsicherungsmaßnahmen, die je eingeführt wurden, übergeben. "Wir haben die amerikanische Stärke im Inland und die amerikanische Führung im Ausland wiederhergestellt." Die Welt respektiere die USA wieder. "Bitte verlieren Sie diesen Respekt nicht."

"Bedrohung aus dem Ausland"

Trump betonte, dass er besonders darauf stolz sei, der erste Präsident seit Jahrzehnten zu sein, der keine neuen Kriege begonnen habe. Als die mächtigste Nation der Welt stehe Amerika vor ständigen Bedrohungen und Herausforderungen aus dem Ausland. "Aber die größte Gefahr, der wir gegenüberstehen, ist ein Verlust des Vertrauens in uns selbst, ein Verlust des Vertrauens in unsere nationale Größe."

Der abgewählte US-Präsident sagte, dass die Bewegung, die er begonnen habe, erst am Anfang stehe. Etwas Vergleichbares habe es noch nie gegeben. "Die Überzeugung, dass eine Nation ihren Bürgern dienen muss, wird nicht schwinden, sondern von Tag zu Tag nur stärker werden."

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. Januar 2021 um 15:42 Uhr.