US-Soldaten in Nordsyrien. | Bildquelle: AP

Verwirrung um Abzug US-Truppen bleiben erstmal in Syrien

Stand: 04.04.2018 18:46 Uhr

Ja, nein, vielleicht, später - nach der überraschenden Ankündigung Präsident Trumps, die US-Truppen bald aus Syrien abzuziehen, bemüht sich das Weiße Haus nun um Klarstellung. Die Soldaten würden erstmal noch bleiben - Ende offen.

Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten raschen Beendigung des Syrien-Einsatzes behalten die Vereinigten Staaten vorerst noch Truppen in dem Bürgerkriegsland. Die USA blieben zusammen mit ihren Verbündeten dem Ziel verpflichtet, die verbliebene "niedrige Präsenz" von Dschihadisten der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu vernichten, erklärte das Weiße Haus in Washington. Die USA würden sich weiterhin mit ihren Verbündeten hinsichtlich ihrer künftigen Syrien-Pläne absprechen.

Verena Bünten, ARD Washington, zum weiteren Verbleib der US-Truppen in Syrien
nachtmagazin 00:15 Uhr, 05.04.2018

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Kein sofortiger Abzug

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, erklärte nach Beratungen Trumps mit seinem Sicherheitsteam aber auch, dass die US-Militärmission gegen den IS in Syrien "sich rasch dem Ende nähert".

"Wir ziehen uns nicht sofort zurück, aber der Präsident will auch kein langfristiges Engagement billigen", sagte ein hochrangiger Regierungsmitarbeiter. Trump wolle einen Sieg über den IS sicherstellen. Die Dschihadistenorganisation sei in dem Land "fast völlig vernichtet". Angaben zu dem Zeitplan für den US-Truppenabzug machte Sanders nicht.

US-Präsident Donald Trump vor Industriearbeitern im Bundesstaat Ohio | Bildquelle: AFP
galerie

Präsident Trump will die US-Truppen aus Syrien zurückholen - aber offenbar vorher nicht mit seinen Ministern gesprochen.

"Zeit nach Hause zu kommen"

Trump hatte am Osterwochenende angekündigt, den Militäreinsatz in Syrien "sehr bald" beenden zu wollen. "Wir kommen sehr bald aus Syrien raus." Andere sollten sich nun um den Konflikt kümmern, fügte der US-Präsident hinzu. Er steht damit im Widerspruch sowohl zum Außen- als auch zum Verteidigungsministerium in Washington. Trump hatte die Abzugs-Ankündigung offenbar nicht mit seiner Regierung abgestimmt. Das Außenministerium in Washington wusste nach eigenen Angaben nichts von einer entsprechenden Entscheidung. Auf die Frage, ob sie über die Pläne im Bilde sei, sagte Ministeriumssprecherin Heather Nauert: "Bin ich nicht, nein. Nein."

Am Dienstag sagte Trump zu dem Einsatz: "Manchmal ist es Zeit, nach Hause zu kommen." Es sei wichtiger, das eigene Land aufzubauen. Eine Entscheidung solle sehr schnell getroffen werden, hatte er betont. Trump sagte weiter, es gebe Länder, die wollten, dass die USA in Syrien blieben. Ein Beispiel sei Saudi-Arabien. "Aber dann müssen sie dafür bezahlen", betonte er. Die USA hätten sieben Billionen Dollar im Nahen Osten investiert, sagte Trump. "Und wir haben nichts als Tod und Zerstörung gesehen", fügte er hinzu.

Der Syrien-Einsatz der USA ist allerdings nicht der Befriedung der Region, sondern dem Kampf gegen den Terrorismus gewidmet. Das Pentagon hat derzeit etwa 2000 Soldaten in dem Bürgerkriegsland. Die USA bekämpfen den IS in Syrien im Rahmen einer internationalen Militärallianz mit Angriffen aus der Luft. Außerdem unterstützen sie mit Soldaten am Boden überwiegend kurdische Kämpfer aus der Region.

Verwirrung um Rückzug von US-Truppen aus Syrien
Marc Hoffmann, ARD Washington
04.04.2018 19:03 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. April 2018 um 19:00 Uhr.

Darstellung: