Test des Thaad-Abwehrsystem auf Wake Island im November 2015

Nach nordkoreanischen Tests US-Raketenabwehr für Südkorea

Stand: 07.03.2017 04:25 Uhr

Der jüngste Raketentest Nordkoreas hat zu ersten Konsequenzen geführt: Die US-Streitkräfte begannen damit, ein Raketenabwehrsystem nach Südkorea zu verlegen. Vom Norden gehe "eine Bedrohung für den internationalen Frieden" aus.

Die US-Streitkräfte haben mit der Stationierung ihres Raketenabwehrsystems Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) in Südkorea begonnen. Dies stärke das Bündnis zwischen den USA und Südkorea in der Abwehr der "nordkoreanischen Raketenbedrohung", erklärte das US-Pazifikkommando PACOM. "Nordkoreas beschleunigtes Programm von Atomwaffentests und Starts ballistischer Raketen stellt eine Bedrohung des internationalen Friedens und der internationalen Sicherheit und eine Verletzung zahlreicher UN-Sicherheitsratsresolutionen" dar, hieß es weiter.

Laut einem Bericht der südkoreanischen Agentur Yonhap kamen zwei Abschussrampen in dem Land an.

USA stationiert Raketenabwehrsystem in Südkorea
tagesschau 06:00 Uhr, 07.03.2017

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"Unmittelbare Bedrohung"

Angesichts der jüngsten nordkoreanischen Raketentests hatte Südkoreas amtierender Präsident Hwang Kyo Ahn von einer "unmittelbaren und echten Bedrohung" gesprochen und eine "rasche Stationierung" des THAAD-Systems gefordert.

China, traditionell Nordkoreas engster Verbündeter, sieht in dem System eine Bedrohung seiner eigenen Sicherheitsinteressen. Peking wirft den USA vor, dadurch das regionale Gleichgewicht zu verändern.

THAAD ist in der Lage ballistische Mittelstreckenraketen in ihrer letzten Flugphase abzufangen und zu zerstören. PACOM-Befehlshaber Harry Harris erklärte, THAAD diene nur der Verteidigung gegen nordkoreanische Raketen. Eine Bedrohung für andere Staaten der Region stelle es nicht dar.

Vier Raketen abgefeuert

Nordkorea hatte am Montag vier Raketen ins Japanische Meer abgefeuert und damit erneut seine Nachbarländer und die USA provoziert. Die Tests seien von einer Einheit ausgeführt worden, deren potenzielles Ziel US-Stützpunkte in Japan seien, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Die USA und Südkorea hatten am Mittwoch mit ihrem jährlichen gemeinsamen Manöver begonnen. Nordkorea sieht in diesen Übungen eine Vorbereitung auf einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel und hat mit "starken Vergeltungsmaßnahmen" gedroht.

Nach Angaben aus Tokio gingen drei der nordkoreanischen Geschosse in der japanischen 200-Meilen-Zone nieder. Japans Regierungschef Shinzo Abe sprach von einer "neuen Stufe der Bedrohung". Auch unter anderem die USA und die UNO verurteilten den Raketentest.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 07. März 2017 um 05:00 Uhr.

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