Mann im Schnee in Boston

Viele Unfälle und Stromausfall US-Nordosten versinkt im Schnee

Stand: 03.02.2015 07:56 Uhr

Zum zweiten Mal in nur einer Woche ist ein schwerer Wintersturm über den Nordosten der USA gezogen. In zahlreichen Orten brach die Stromversorgung vorübergehend zusammen. Boston verzeichnete eine der schneereichsten Wochen in seiner Geschichte.

Ein neuer Wintersturm hat mindestens elf Menschen in den USA das Leben gekostet. Sie starben am Sonntag und Montag bei wetterbedingten Autounfällen an der Ostküste oder im Mittleren Westen, berichtete der TV-Sender NBC. Im Bundesstaat Ohio starb ein Mann an einem Herzinfarkt, nachdem er vor seinem Haus Schnee geschippt hatte. In Iowa erfror eine 67-Jährige, die bei eisigen Temperaturen im Garten ausharrte.

Wegen starker Schneefälle zwischen Chicago und Boston waren zeitweise Zehntausende Menschen ohne Strom. Landesweit mussten mehr als 4000 Flüge gestrichen werden, rund weitere 4000 Flieger verspäteten sich. Für heute sagte der Nationale Wetterdienst weniger Schnee voraus. Auf den in Richtung Kanada abziehenden Schneesturm solle "bittere Kälte" folgen. Erst vergangene Woche hatte Schneesturm "Juno" weite Teile der Ostküste lahmgelegt.

Diesmal waren besonders die Metropolen Chicago und Boston betroffen. In Boston sollten die Schulen heute geschlossen bleiben. Die Metropole verzeichnete einer der schneereichsten Wochen seiner Geschichte. In der Stadt wurde eine Schneehöhe von 87 cm gemessen.

Auch die Sieger-Parade für die New England Patriots, die am Sonntag das Finale der amerikanischen Football-Liga NFL gewonnen hatten, wurde dort wegen des Wetters von Dienstag auf Mittwoch verschoben.

Karte: Schneereiche Gebiete im Nordosten der USA, Stand 03.02.2015
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Die schraffierten Flächen zeigen Gebiete im Nordosten der USA, die besonders von den starken Schneefällen betroffen sind (Stand 03.02.2015)

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