US-Botschaft in Moskau mit russischer und US-Flagge | Bildquelle: YURI KOCHETKOV/EPA-EFE/REX/Shutt

Wegen Wahleinmischung US-Sanktionen gegen russische Agenten

Stand: 19.12.2018 19:58 Uhr

Die USA haben Sanktionen gegen Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes GRU und gegen Unternehmen verhängt. Unter anderem geht es um russische Manipulationsversuche im US-Wahlkampf und die Skripal-Affäre.

Mehrere Agenten des russischen Geheimdienstes GRU sowie Unternehmen in Russland werden mit US-Sanktionen belegt. Ziel sei "Abschreckung und Verteidigung" angesichts der "anhaltenden bösartigen Aktivitäten von Russland, seinen Vertretern und seinen Geheimdiensten", erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin. Die USA würden in diesem Bereich weiter mit ihren internationalen Verbündeten und Partnern zusammenarbeiten.

Die neuen Strafmaßnahmen treffen GRU-Mitarbeiter, die an russischen Manipulationsversuchen im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 und auf den Hackerangriff auf die Weltdopingagentur WADA beteiligt gewesen sein sollen. Zwei GRU-Agenten wurden wegen ihrer mutmaßlichen Rolle beim Giftanschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien mit Sanktionen belegt.

US-Finanzminister Steven Mnuchin | Bildquelle: AFP
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Mnuchin nannte als Ziel Abschreckung und Verteidigung.

Drei Firmen von Sanktionen befreit

Strafmaßnahmen wurden zudem gegen zwei GRU-Mitarbeiter und drei russische Unternehmen verhängt, die Verbindungen zu Troll-Fabriken zur Manipulation der öffentlichen Meinung in den USA haben sollen.

Aufgehoben wurden Sanktionen gegen drei Unternehmen des russischen Geschäftsmanns Oleg Deripaska, dem enge Verbindungen zu Präsident Wladimir Putin nachgesagt werden. Rusal, En+ und JSC EuroSibEnergo (ESE) hätten zugesagt, die Anteile Deripaskas und seine Kontrollmöglichkeiten zu reduzieren.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. Dezember 2018 um 19:00 Uhr.

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