Paul Manafort | Bildquelle: AFP

Russland-Affäre Durchsuchung bei Trumps Ex-Wahlkampfchef

Stand: 09.08.2017 17:32 Uhr

Der Wohnsitz des ehemaligen Wahlkampfleiters von US-Präsident Trump, Manafort, ist vom FBI durchsucht worden - einen Tag nach dessen Aussage vor dem US-Senat im Juli. Die Ermittler sollen das Haus mit einer Vielzahl von Dokumenten verlassen haben.

Das FBI hat im Zusammenhang mit der Russland-Affäre den Wohnsitz des früheren Wahlkampfmanagers von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, durchsucht. Bei der Maßnahme sollen die Ermittler eine Vielzahl von Dokumenten sichergestellt haben.

Laut "Washington Post" fand die Durchsuchung am frühen Morgen des 26. Juli statt. Einen Tag zuvor hatte Manafort vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats ausgesagt. Die FBI-Agenten seien mit einem Durchsuchungsbefehl zu Manaforts Anwesen in Virginia gekommen und dieser habe sich kooperativ gezeigt, sagte dessen Sprecher Jason Maloni.

Enge Kontakte nach Russland

Das FBI ermittelt gegen Manafort wegen dessen Geschäften in der Ukraine und dessen Arbeit für den früheren ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Außerdem ist Manafort auch im Visier von FBI-Sonderermittler Robert Mueller, der die mutmaßliche Beeinflussung der US-Wahl durch Russland und mögliche Absprachen Moskaus mit Trumps Wahlkampfteam untersucht.

Manafort werden enge Kontakte nach Russland nachgesagt. Von Juni bis August 2016 hatte er den Wahlkampf Trumps geleitet, bevor der heutige Präsident ihn wegen seiner undurchsichtigen Kontakte zur früheren pro-russischen Regierung in der Ukraine entlassen musste. Manafort war auch einer der Teilnehmer bei dem Treffen von Trumps Sohn Donald Junior im Juni 2016 mit einer russischen Anwältin. Sie hatte angeblich belastendes Material über Hillary Clinton in Aussicht gestellt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 09. August 2017 um 18:00 Uhr.

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