Landung russische Diplomaten | Bildquelle: dpa

Nach Ausweisung aus USA Russische Diplomaten wieder zu Hause

Stand: 02.01.2017 14:51 Uhr

Das Flugzeug mit den 35 ausgewiesenen Diplomaten an Bord ist in Moskau gelandet. Damit wurde die 72-Stunden-Frist, die Präsident Obama im Zusammenhang mit der Hacker-Affäre gegeben hatte, eingehalten. Putin lud sogleich zum Neujahrsfest ein.

Im Streit um angebliche Hackerangriffe sind die aus den USA ausgewiesenen russischen Diplomaten und ihre Angehörigen heimgekehrt. Eine Sondermaschine mit 96 Menschen an Bord landete auf einem Moskauer Flughafen, wie russische Agenturen meldeten. Präsident Wladimir Putin lud demnach die Kinder der Gesandten zu einem traditionellen Neujahrsfest in den Kreml ein.

US-Präsident Barack Obama hatte am Donnerstag 35 russische Diplomaten des Landes verwiesen. Damit reagierte er auf mutmaßliche Hackerangriffe, mit denen Russland Einfluss auf den US-Präsidentschaftswahlkampf genommen haben soll. Moskau dementiert die Vorwürfe.

Putin hatte auf eine Ausweisung von US-Diplomaten als Antwort auf Obamas ungewöhnlich harsches Vorgehen verzichtet. Der Kreml hofft auf eine Verbesserung der schlechten Beziehungen zu den USA unter ihrem künftigen Präsidenten Donald Trump.

Strafmaßnahme für angebliche Cyber-Attacken

Obama hatte die Ausweisung als Strafmaßnahme für russische Cyber-Attacken im US-Präsidentschaftswahlkampf auf Kosten seiner Demokratischen Partei bezeichnet. Sie traf russische Diplomaten, die zugleich für den Geheimdienst ihres Landes gearbeitet haben sollen.

Obamas designierter Nachfolger Donald Trump äußerte erneut Zweifel an entsprechenden US-Geheimdiensterkenntnissen. Wer solche "schwerwiegenden" Vorwürfe gegen Russland erhebe, müsse "sicher sein", sagte er. Trump tritt am 20. Januar Obamas Nachfolge an. Er setzt sich für engere Beziehungen zu Moskau ein, was der Kreml wiederholt begrüßte.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 02. Januar 2017 um 15:00 Uhr und Inforadio um 14:32 Uhr..

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