Der Demokrat Joe Biden im April 2019 | Bildquelle: JIM LO SCALZO/EPA-EFE/REX

US-Präsidentenwahl 2020 Ex-Vizepräsident Biden kandidiert

Stand: 25.04.2019 12:57 Uhr

Lange wurde sie erwartet, nun hat Ex-Vizepräsident Biden seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2020 offiziell bekannt gemacht. In seiner Partei werden dem Demokraten hohe Chancen ausgerechnet.

Schon lange wurde darüber spekuliert, ob und wann der frühere US-Vizepräsident Joe Biden sich als demokratischer Kandidat für die Präsidentenwahl im kommenden Jahr aufstellt. Nun machte es er seine Pläne offiziell: Als Konkurrent will er den amtierenden Staatschef Donald Trump den Platz im Weißen Haus streitig machen.

20 Bewerber bei Demokraten

Biden steigt relativ spät offiziell in den internen Wettbewerb der Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur ein. Mittlerweile haben sich bereits 19 andere Parteimitglieder aufgestellt. Doch in aktuellen Umfragen unter den Demokraten liegt Biden weit vorn und gilt als einer der Favoriten für die Wahl 2020. Die parteiinternen Vorwahlen bei den Demokraten starten erst im Februar.

Bei den Demokraten muss sich Biden unter anderen gegen die Senatoren Elizabeth Warren, Kamala Harris, Cory Booker, Kirsten Gillibrand und Amy Klobuchar durchsetzen. Auch der ehemalige Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der Bürgermeister Pete Buttigieg und der frühere Minister für Stadtentwicklung Julian Castro und Bernie Sanders treten als Kandidaten an. Sanders wollte bereits 2016 im Präsidentenwahlkampf antreten, wurde aber von Hillary Clinton im Ringen um die Kandidatur geschlagen.

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Diese US-Demokraten wollen Präsident werden

Das Feld der Präsidentschaftsbewerber bei den US-Demokraten wird immer größer:

Das Weiße Haus in Washington

1600 Pennsylvania Avenue, besser bekannt als das Weiße Haus in Washington: Hier würden zahlreiche US-Demokraten gerne ab Januar 2021 ihren Hauptwohnsitz nehmen - als 46. US-Präsident. Die Zahl der Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur wächst und wächst. Noch nie zuvor war das Kandidatenfeld so vielfältig. Ein Favorit aber lässt sich noch nicht ausmachen. Ein Überblick. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Kandidaturen für Wahlen 1988 und 2008 zurückgezogen

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Biden für die Kandidatur um den Posten als Staatschef bewirbt. 1987 erklärte er seine Kandidatur für die Wahl im darauffolgenden Jahr, zog diese aber nur wenige Wochen später wieder zurück, da gegen ihn Plagiatsvorwürfe im Raum standen.

Auch 2008 trat Biden als Kandidat an, konnte aber bereits bei der ersten Abstimmung in der Vorwahl der Demokraten im US-Bundesstaat Iowa nur wenige Stimmen für sich verbuchen und nahm auch dieses Mal die Kandidatur selbst zurück. 2016 trat Biden nicht an - aus persönlichen Gründen: Im Mai 2015 hatte Biden seinen Sohn verloren, der an Krebs gestorben war.

Als Vize an Obamas Seite

Genug Erfahrung kann Biden auf jeden Fall vorweisen. Seit 45 Jahren ist er in der Politik: Er war Senator in Delaware und von 2009 bis 2017 Obamas Vize.

Zuletzt war der inzwischen 76-Jährige jedoch scharf in die Kritik geraten. Mehrere Frauen erhoben gegen ihn den Vorwurf der sexuellen Belästigung. Biden kündigte daraufhin an, künftig "aufmerksamer und respektvoller mit dem persönlichen Raum von Menschen zu sein".

Ex-Vizepräsident Joe Biden will Präsident werden
Jan Bösche, ARD Washington
25.04.2019 15:56 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 25. April 2019 um 12:43 Uhr.

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