Der US-Astronaut Edwin E. "Buzz" Aldrin, Jr. salutiert der US-Flagge am Juli 1969 auf dem Mond | Bildquelle: AFP

Direktive an die NASA Amerikaner sollen wieder zum Mond fliegen

Stand: 27.03.2019 09:01 Uhr

US-Präsident Trump möchte wieder Menschen zum Mond schicken - und weiter zum Mars. Seine Anordnung sei ein wichtiger Schritt, um Astronauten wieder für langfristige Erkundungen zum Mond zu bringen. Der letzte US-Astronaut war 1972 auf dem Mond.

US-Präsident Donald Trump will die bemannte Raumfahrt zum Mond wieder aufnehmen - später sollen US-Astronauten dann auch zum Mars fliegen. "Wir träumen groß", sagte Trump. Die USA seien die Spitzenreiter in der Weltraum-Erkundung. "Wir werden das um ein Vielfaches ausbauen", so der US-Präsident bei der Unterzeichnung einer entsprechenden Direktive an die NASA.

Bei der neuen Mondmission sollten die US-Astronauten dort nicht nur "unsere Fahne einrammen und unseren Fußabdruck hinterlassen", sondern die langfristige Erforschung und Nutzung des Erdtrabanten verfolgen, sagte Trump.

US-Präsident Trump hält im Roosevelt Room des Weißen Hauses eine von ihm unterzeichnete Direktive, mit der die US-Weltraumbehörde NASA angewiesen wird, Astronauten wieder zum Mond und schließlich zum Mars zu schicken. | Bildquelle: dpa
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US-Präsident Trump hält im Roosevelt Room des Weißen Hauses eine von ihm unterzeichnete Direktive, mit der die US-Weltraumbehörde NASA angewiesen wird, Astronauten wieder zum Mond und schließlich zum Mars zu schicken.

Einen Zeitrahmen nannte Trump nicht

Einen Zeitrahmen für die Missionen zu Mond und Mars nannte Trump nicht. Auch äußerte er sich nicht näher dazu, wie sie finanziert werden sollen. Sein Vorgänger Barack Obama hatte ein Programm für die Wiederaufnahme der Astronautenflüge zum Mond aus finanziellen Gründen gestrichen. Allerdings gab Obama als Ziel aus, dass die NASA im übernächsten Jahrzehnt Astronauten zum Mars schicken soll.

Insofern knüpft Trump zumindest teilweise an die Raumfahrtpläne seines Vorgängers an. Die NASA hatte ihre Astronautenflüge zum Mond nach der Mission der Apollo 17 im Jahr 1972 eingestellt. Einer der damaligen Astronauten, Harrison Schmitt, war bei Trumps Raumfahrtpräsentation im Weißen Haus dabei. Schmitt und sein im Januar verstorbener Kollege Eugene Cernan waren die bislang letzten Menschen auf dem Mond. Anwesend war auch die noch aktive Astronautin Peggy Whitson. Whitson hat mit 665 Tagen eine so lange zeit im All verbracht wie keine andere Frau vor ihr.

Auch China will Menschen auf den Mond schicken

Als bislang letzter US-Astronaut war Eugene Cernan im Dezember 1972 auf dem Mond. Trump sagte zudem, der Weltraum habe viel zu tun auch mit anderen Anwendungen, etwa aus dem Militär-Bereich. Details dazu ließ der Präsident offen.

Im Juni hatte China Vorbereitungen angekündigt, um einen Mann auf den Mond zu schicken. China ist seit 2003 die dritte Nation nach Russland und den USA, der es gelungen ist, einen Menschen in den Weltraum zu schicken.

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