Nach den Midterms Die "blaue Welle" ist ausgeblieben

Stand: 07.11.2018 09:49 Uhr

Kein Erfolg auf ganzer Linie, aber auch keine "politische Katastrophe für Trump", fasst Stefan Niemann die Wahl zusammen. Und den Denkzettel für ihre Arbeit haben vor ihm schon andere Präsidenten bekommen.

Die große "blaue Welle" - also ein Sieg der US-Demokraten auf ganzer Linie - ist bei den Kongresswahlen ausgeblieben. Sie holen das Repräsentantenhaus, die Republikaner halten weiterhin die Mehrheit im Senat. Ein Ergebnis, das so erwartet worden war, auf das aber vor allem die Republikaner und auch Präsident Donald Trump mit "gemischten Gefühlen schauen werden", schätzt ARD-Korrespondent Stefan Niemann ein.

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Kongress wird "jünger, bunter, vielfältiger"

Aus Sicht des Präsidenten sei es sicherlich "keine politische Katastrophe", es habe aber doch einige Überraschungen gegeben. In etlichen Wahlkreisen sei das Rennen zwischen den Kandidaten der Demokraten und Republikaner so eng gewesen, dass nachgezählt werden müsse. "Doch der große Erdrutsch der Demokraten ist ausgeblieben", bilanziert Niemann.

Positiv aus Sicht des Korrespondenten: Der künftige US-Kongress werde "jünger, bunter, vielfältiger" werden. In dem Gremium werden etwa mehr Frauen vertreten sein.

Der Denkzettel ist typisch

In der anstehenden Frage, warum die Republikaner ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus eingebüßt haben, liegt die Schuld nicht unbedingt bei Trump, führt Niemann weiter aus. Im Wahlkampf habe er sich vor allem "um die Senatsrennen gekümmert", sei "mit dem Düsenjet unermüdlich im Land unterwegs gewesen".

Zudem sei es für die Midterms typisch, dass der amtierenden Regierung ein Denkzettel verpasst werde. Das hätten schon zahlreiche Präsidenten vor Trump erlebt, auch sein direkter Vorgänger Barack Obama.

Über dieses Thema berichtete das Erste am 07. November 2018 in einem "Weltspiegel extra" ab 09:05 Uhr.

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