JFK Flughafen New York | Bildquelle: AP

Kälte New York JFK-Airport im Griff der Eiseskälte

Stand: 08.01.2018 03:02 Uhr

Tausende Flüge verspäten sich, mehrere Maschinen landeten erst gar nicht oder kehrten um: Im Osten der USA sorgt die extreme Kälte und die Folgen des Wintersturms für ein Chaos im Flugverkehr. Besonders betroffen ist der JFK-Flughafen in New York.

Klirrende Kälte und die Auswirkungen eines schweren Wintersturms im Osten der USA und Kanadas haben den Flugverkehr durcheinandergewirbelt. Besonders betroffen war der Flughafen JFK in New York. Mehr als 3420 US-Flüge waren verspätet, mehrere Maschinen auf Transatlantikstrecken kehrten auf halbem Weg wieder um. Laut Wetterdienst soll die arktische Kälte bis in die kommende Woche anhalten.

Zusätzlich brach in einem Terminal des Flughafens JFK ein Wasserrohr, Wasser ergoß sich über die Fußböden. Zeitweise wurde aus Sicherheitsgründen der Strom abgestellt. Das trug zu weiterem Chaos und Verspätungen bei. Die für die New Yorker Flughäfen zuständige Behörde Port Authority erklärte, der Rohrbruch scheine wetterbedingt zu sein. Es würden zusätzlich Mitarbeiter eingesetzt, um den Reisenden zu helfen.

Ein Flughafen-Mitarbeiter kehrt Wasser aus einem Terminalgebäude. | Bildquelle: AFP
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An einem Terminal sorgte ein Wasserrohbruch für weitere Verspätungen.

Verspätungen und stundenlanges Warten

Das Chaos am Samstag erklärte die Port Authority mit Umbuchungen nach dem Wintersturm vom Donnerstag sowie durch den Sturm entstandenen Schäden an der Ausrüstung an den Flughäfen. Dies habe zu erheblichen Verspätungen geführt. Die Internetseite Flightradar24 meldete, mindestens zwölf internationale Flüge hätten am JFK rund zwei Stunden auf ein Gate warten müssen. Viele Passagiere klagten über stundenlange Wartezeiten auf den Rollfeldern und anschließende Verzögerungen bei der Gepäckausgabe, was sich insbesondere für kleine Kinder und ältere Menschen als große Herausforderung dargestellt habe.

JFK Flughafen New York | Bildquelle: dpa
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Entweder Warten auf den Flug oder Warten bei der Gepäckausgabe: Passagiere auf dem JFK-Flughafen brauchen dieser Tage vor allen Dingen eines: Geduld.

Umdrehen über Irland

Mehrere Maschinen auf Transatlantik-Strecken gaben bereits vor der Landung auf und machten kehrt. Dazu zählten laut Flightradar24 eine Lufthansa-Maschine aus Frankfurt und eine Maschine aus Wien, die wegen der "Auslastungsgrenze am JFK" über Irland und Großbritannien umdrehten. Eine Aeroflot-Maschine aus Moskau kehrte über Island um. Andere Flüge wurden umgeleitet, darunter eine Norwegian-Air-Maschine aus London, die 112 Kilometer nördlich von New York am Flughafen Stewart International landete. Ein Flugzeug der Japan Airlines aus Tokio wurde der Website zufolge nach Boston umgeleitet.

Zusätzlich zu dem Chaos waren am späten Freitagabend zwei Maschinen am JFK an den Tragflächen kollidiert. Es entstand Sachschaden an beiden Flugzeugen, verletzt wurde aber niemand, wie die Behörden erklärten. Die Internetseite Flight Aware hatte früher am Samstag gemeldet, dass an den New Yorker Flughäfen JFK und La Guardia 20 beziehungsweise 30 Prozent der Flüge gestrichen worden seien. Am Bostoner Logan-Flughafen waren es demnach ebenfalls 30 Prozent. Am Freitag waren etwa 4300 Flüge ausgefallen, rund 3500 weitere hatten zum Teil erhebliche Verspätungen. Flugausfälle und -verspätungen gab es am Samstag auch am Flughafen von Toronto.

Hudson-River | Bildquelle: AFP
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Eiseskälte in New York: Eisschollen auf dem Hudson-River.

Mehr als 30 Zentimeter Schnee

In Teilen der US-Bundesstaaten Connnecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, Rhode Island, Vermont und Virginia lag der Schnee mehr als 30 Zentimeter hoch, wie der US-Wetterdienst NWS mitteilte. Tausende Schneepflüge waren zur Räumung der Straßen im Einsatz. In New York meldete der Wetterdienst am Samstag die niedrigsten jemals registrierten Tageshöchsttemperaturen. Der Hudson River war teilweise zugefroren.

Über dieses Thema berichtete am 07. Januar 2018 Deutschlandfunk um 16:00 Uhr und die tagesschau um 20:00 Uhr.

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