Kein Zutritt: Die USA haben Einreiseverbote gegen sechs weitere Länder verhängt. | AP

Sechs neue Länder betroffen USA beschränken Einreiserecht weiter

Stand: 01.02.2020 03:15 Uhr

Die USA haben die Einwanderung aus sechs weiteren Ländern stark eingeschränkt. Der Grund seien mangelhafte Sicherheitsstandards. Vier der Länder liegen in Afrika.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington

Bürger aus sechs weiteren Staaten bekommen vorläufig keine Einreisevisa für die USA mehr: Nigeria, Eritrea, Tansania und Sudan aus Afrika, sowie Kirgisistan und Myanmar aus Asien. Diese Länder erfüllten nicht die Sicherheitsstandards, um die USA vor gefährlichen Einwanderern zu schützen, so die Trump-Regierung.

Arthur Landwehr ARD-Studio Washington

Ob sie wichtige Informationen über Terrorismus oder andere Kriminalität mit den USA teilen, ist dabei ein Kriterium. Ob sie mit Interpol zusammenarbeiten und ob es verlässliche Sicherheit von Pässen gibt, sind weitere.

Vorwurf der Diskriminierung

Damit wächst die Liste von Nationen mit Einreiseverbot auf 13. Die ersten waren Länder, in denen vorwiegend Menschen muslimischen Glaubens leben. Dies hatte zu großem Protest der Opposition geführt. Der Oberste Gerichtshof segnete das Gesetz aber letztendlich ab. Auch diesmal kommt Kritik von den Demokraten. Sie nennen die Verordnung diskriminierend, insbesondere weil vier Länder mit überwiegend schwarzer Bevölkerung betroffen sind.

Ein Chaos an den Grenzen, so wie damals soll diesmal vermieden werden. Schon ausgestellte Visa bleiben gültig, zudem tritt die Regelung erst in drei Wochen in Kraft.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. Februar 2020 um 06:00 Uhr.