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Vor Kongresswahlen USA starten Cyberabwehr gegen Russen

Stand: 23.10.2018 16:56 Uhr

Zwei Wochen vor den Kongresswahlen setzt die US-Regierung laut einem Medienbericht erstmals die Cyberabwehr gegen Einmischungen aus Russland ein. Sie will damit Attacken im Voraus bekämpfen.

Von Martin Ganslmeier, ARD-Studio Washington 

Das US-Cyberkommando wurde 2009 gegründet und ist im Hauptquartier des Geheimdienstes NSA untergebracht. Nach Informationen der "New York Times" werden Amerikas Cyberkrieger derzeit erstmals zum Schutz von US-Wahlen eingesetzt.

In der vergangenen Woche gab das US-Justizministerium bekannt, dass Hacker und Trolle aus Russland versuchten, den Ausgang der Kongresswahlen zu beeinflussen. Die dafür verantwortlichen Akteure aus Russland werden derzeit gezielt ins Visier genommen. Damit soll verhindert werden, dass sie - wie vor zwei Jahren im Präsidentschaftswahlkampf - Falschinformationen und Hetzbotschaften über soziale Medien verbreiten.

Hacker unter Beobachtung

Das US-Cyberkommando machte keine Angaben darüber, gegen wie viele russische Akteure man vorgehe und mit welchen Methoden die Abschreckung erfolge. Allerdings gehe es vor allem darum, den russischen Hackern deutlich zu machen, dass man sie beobachte und dass ihre Aktionen - sollten sie fortgesetzt werden - mit Sanktionen bestraft würden.

Nach Informationen der "New York Times" hat das Cyberkommando auch Teams nach Europa geschickt, um gegen russische Einflussnahme durch Hacker und Trolle vorzugehen. So zum Beispiel in der Ukraine, in Mazedonien und Montenegro.

USA starten Cyberabwehr gegen Russland
Martin Ganslmeier, ARD Washington
23.10.2018 16:59 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Oktober 2018 um 15:00 Uhr.

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