Die New Yorker Wall Street erlebte am Montag einen rabenschwarzen Tag. | Bildquelle: AP

Streit zwischen USA und China Handelskrieg zwingt Wall Street in die Knie

Stand: 06.08.2019 02:46 Uhr

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China wirkt sich auf die Wall Street aus: Die US-Börse fuhr ihren größten Verlust des Jahres ein. Unbeeindruckt dessen warfen die USA China offiziell Währungsmanipulation vor.

Von Peter Mücke, ARD-Studio New York

Der Dow Jones Index schloss 2,9 Prozent im Minus. Der breiter gefasste S&P-500 verlor rund drei Prozent. Und die Technologiebörse Nasdaq brach dreieinhalb Prozent ein. Solche Verluste hatte es in diesem Jahr an der Wall Street noch nicht gegeben.

Schuld daran ist die neue Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Zunächst hatte China mit der Abwertung der Landeswährung Yuan für Unruhe an den Märkten gesorgt. Als dann das Handelsministerium in Peking bekannt gab, chinesische Unternehmen hätten den Kauf von US-Agrarerzeugnissen eingestellt, gab es kein Halten mehr. Vor allem Aktien im Industrie- und Konsumgüterbereich brachen ein.

Edelprodukt Sojabohne

Für die US-Landwirte ist China ein wichtiger Markt. So ist die Volksrepublik etwa weltgrößter Einkäufer von Sojabohnen, was wiederum das wertvollste Exportprodukt der US-Farmer ist. Fast 33 Millionen Tonnen davon führte China 2017 aus den USA ein - vor Ausbruch des Handelskonflikts.

Dem Schritt Chinas war die Entscheidung von der US-Regierung vorausgegangen, ab 1. September weitere Sonderzölle auf chinesische Produkte einzuführen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. August 2019 um 08:00 Uhr.

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