US-Soldaten stehen während der internationaler Militärübung "Allied Spirit 2022" auf dem Gelände des Truppenübungsplatz Hohenfels. | picture alliance/dpa

Ukraine-Krise USA verlegen weitere Truppen nach Osteuropa

Stand: 02.02.2022 17:57 Uhr

Die USA machen Ernst mit der Ankündigung, die NATO-Verbündeten in Osteuropa mit US-Truppen zu schützen: In den kommenden Tagen sollen etwa 3000 weitere Soldaten stationiert werden. Auch Frankreich verlegt Truppen.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington

"Die USA werden zeitnah zusätzliche Truppen nach Rumänien, Polen und Deutschland verlegen", so der Sprecher des amerikanischen Verteidigungsministeriums, John Kirby. Die USA machen damit Ernst mit der Ankündigung von Präsident Joe Biden, die NATO-Verbündeten in Osteuropa mit US-Truppen zu schützen. "Unser Bekenntnis zu NATO-Artikel 5 der gemeinsamen Verteidigung bleibt eiserner Grundsatz", sagte Kirby auf der Pressekonferenz des Pentagon.

Arthur Landwehr ARD-Studio Washington

Französische Truppen nach Rumänien

Konkret werden die USA in den nächsten Tagen 1000 Soldatinnen und Soldaten von Deutschland nach Rumänien verlegen. Dort stehen sie, wie auch die 900, die schon dort sind, unter amerikanischem Befehl. Kirby dankte Frankreich, das ebenfalls Truppen nach Rumänien verlegt - allerdings unter NATO-Kommando.

Hinzu kommen 2000 Einsatzkräfte der 82. Luftlande-Division, die aus Fort Bragg in North Carolina nach Deutschland und Polen verlegt werden. "Diese sind ausgerüstet und vorbereitet für eine Reihe von Missionen, um Angriffe abzuwehren und unsere Alliierten zu sichern und zu verteidigen", so Kirby.

NATO-Verbündete schützen

Eines aber, so Pentagonsprecher John Kirby, sei auch klar: In der Ukraine kämpfen werden keine amerikanischen Soldaten, sondern ihr Auftrag sei einzig, die NATO-Verbündeten zu schützen.

Kirby betonte zudem: Diese Truppen auf dem Weg nach Osteuropa seien zusätzlich zu den 8500 Soldaten in erhöhter Alarmbereitschaft, die aber noch keinen Marschbefehl haben. Alles passiere in enger Abstimmung mit Deutschland, Polen und Rumänien.

Wir bedanken uns für ihre Unterstützung, so Kirby. Er unterstrich, dass die Truppenverlegung jederzeit rückgängig gemacht werden könne. Es könnten aber auch weitere Soldaten hinzukommen, wenn die Situation das erfordere.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. Februar 2022 um 18:00 Uhr.