Ein Stapel Papiere zeigt das US-Nothilfegesetz in der Coronakrise. | Bildquelle: ERIK S LESSER/EPA-EFE/Shuttersto

Coronavirus US-Senat billigt riesiges Nothilfegesetz

Stand: 26.03.2020 05:28 Uhr

Mit einem Umfang von zwei Billionen Dollar ist das Nothilfegesetz das größte Rettungspaket der US-Geschichte. Es soll die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abmildern, die auch in den USA immer dramatischer wird.

Der US-Senat hat im Kampf die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie das größte Rettungspaket der US-Geschichte beschlossen. Die Kongresskammer stimmte mit klarer Mehrheit für die Maßnahmen mit einem Umfang von rund zwei Billionen Dollar (rund 1,85 Billionen Euro).

Das Nothilfepaket, das massive Hilfen für die Bevölkerung und die Wirtschaft vorsieht, muss noch vom Repräsentantenhaus abgesegnet und von Präsident Donald Trump unterzeichnet werden. Demokraten-Chefin Pelosi sagte am Abend (Ortszeit), das Repräsentantenhaus werde am Freitag über das Gesetz abstimmen.

US-Senat billigt billionenschweres Konjunkturpaket
tagesschau 09:00 Uhr, 26.03.2020

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Das Mega-Hilfspaket sieht Schecks von 1200 Dollar für US-Bürger, rasche Hilfen für kleine Unternehmen und Milliardenkredite für von der Corona-Krise betroffene Konzerne vor. Mehr als hundert Milliarden Dollar sollen zudem an Krankenhäuser und in die Gesundheitsversorgung fließen, weitere mehr als hundert Milliarden Dollar an die Bundesstaaten, Städte und Gemeinden. Auch werden Zahlungen und Bezugsdauer von Arbeitslosengeld ausgeweitet.

Deutlich umfangreicher als Rettungspaket von 2008

Der Anführer der oppositionellen Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sprach von einem "Marshall-Plan" für Krankenhäuser und das Gesundheitssystem sowie von einer "Arbeitslosenversicherung auf Steroiden". Das US-Rettungspaket ist um ein Vielfaches größer als jenes während der Finanzkrise 2008, das ein Volumen von 700 Milliarden Dollar hatte.

Über das Hilfspaket war im Senat tagelang gestritten worden. Die Demokraten bemängelten unzureichende Schutzmaßnahmen für Beschäftigte und eine fehlende Kontrolle darüber, wie Hilfen an in Not geratene Großkonzerne vergeben werden. Sie verlangten außerdem mehr Geld für Krankenhäuser, denen wegen der Pandemie eine dramatische Überlastung droht.

USA neues Epizentrum der Coronakrise

Die USA entwickeln sich zunehmend zum neuen Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. In dem Land wurden inzwischen mehr als 68.500 Infektionen und mehr als 1030 Tote bestätigt. Experten zufolge steht den USA das Schlimmste aber noch bevor. 

Trump macht sich dennoch dafür stark, die Maßnahmen zur Begrenzung der Pandemie möglichst bald wieder zu lockern - und hat Ostern als mögliches Datum genannt. Er warnte wiederholt, eine schwere Wirtschaftskrise durch den Stillstand könne verheerendere Folgen haben als die Viruserkrankung selbst.

Über dieses Thema berichteten das nachtmagazin am 26. März 2020 um 00:15 Uhr.

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