Silhouette von Gerüsten und Gebäuden an einer Baustelle in Teheran | Bildquelle: AP

Schritte gegen Baubranche USA verschärfen Iran-Sanktionen

Stand: 01.11.2019 01:18 Uhr

Die Regierung in Washington erhöht den Druck auf den Iran. Mit neuen Sanktionen gegen das Baugewerbe will sie vor allem die wichtigen Revolutionsgarden treffen.

Die USA haben weitere Sanktionen gegen den Iran verhängt. Betroffen sind laut US-Außenministerium das Baugewerbe im Iran sowie der Export bestimmter Rohstoffe. Die Regierung in Washington begründete ihr Vorgehen damit, dass Irans Baugewerbe von den Revolutionsgarden (IRGC) kontrolliert werde, die von den USA als Terrororganisation eingestuft werden.

Verkauf bestimmter Materialien verboten

Vor diesem Hintergrund könne der Verkauf oder die Bereitstellung von Metallen, Kohle oder Industriesoftware an iranische Bauunternehmen mit Sanktionen belegt werden, teilte das US-Außenministerium mit. Zudem werde der Verkauf bestimmter Materialien verboten, die von der iranischen Regierung auch zur Entwicklung von Waffensystem genutzt werden könnten.

Der Export bestimmter Stahlröhren, Stahltypen und Lötmetallen werde mit Sanktionen geahndet, unabhängig von den Endkunden im Iran. Als Folge dieser Entscheidung könnten auch europäische Firmen, die zivile Kunden im Iran mit den betroffenen Produkten beliefern, von der US-Regierung bestraft werden.

Spannungen nehmen seit Monaten zu

Seit der einseitigen Aufkündigung des Atomabkommens durch die US-Regierung haben die Spannungen zwischen beiden Ländern immer weiter zugenommen. Die USA wollen den Iran mit harten Sanktionen und einer Politik des "maximalen Drucks" dazu bewegen, einem neuen Abkommen mit härteren Auflagen zuzustimmen und die Unterstützung von Terrorgruppen in der Region einzustellen. Die bisherigen US-Sanktionen trafen die wichtige Öl- und Gasförderung des Irans hart und lösten eine Wirtschaftskrise aus.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. November 2019 um 06:00 Uhr.

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