Wellen schlagen gegen die Küste von Tacoronte auf Teneriffa | Bildquelle: Cristobal Garcia/EPA-EFE/REX/Shu

Unwetter auf den Kanaren Riesenwellen treffen Teneriffa

Stand: 19.11.2018 13:26 Uhr

Schwere Unwetter mit Riesenwellen haben auf den Kanaren zu Verwüstungen geführt. Besonders schlimm traf es Teneriffa. Videos im Internet zeigen dramatische Szenen.

Von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Erst einmal ist es für eine Gruppe junger Leute in Garachico auf Teneriffa ein großer Spaß: Sie stehen an der Küstenstraße, immer wieder schlagen hohe Wellen über das Ufer und spritzen die Gruppe nass. Doch plötzlich wird die Lage ernst. Eine Riesenwelle kommt rasend schnell auf die Jugendlichen zu, sie laufen in ein Haus. "Schnell, die Treppe rauf", ruft einer und Sekunden später stehen die ersten Stufen unter Wasser.

Schwere Unwetter auf den Kanarischen Inseln
tagesschau24 19:00 Uhr, 19.11.2018, Sebastian Kisters, HR

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"Die Küstenstraße stand unter Wasser"

Ein Anwohner erzählt, wie die Welle auf sein Haus prallte und das Wasser ins Erdgeschoss lief. Das Gebäude habe gewackelt wie ein Stück Papier im Wind. Die Feuerwehr musste am Wochenende 65 Wohnungen im Nordwesten Teneriffas räumen und die Bewohner in Sicherheit bringen.

Das Rote Kreuz richtet in Garachico eine Notunterkunft ein, sagt Sprecher Domingo Luis Martin. "In der Nacht auf Sonntag hat uns das Rathaus angerufen und um Hilfe gebeten. Die Küstenstraße stand schon unter Wasser und Häuser waren beschädigt."

Das Wasser ist inzwischen wieder abgeflossen, jetzt zeigen sich die Schäden: Möbelstücke, große Felsbrocken und Müll liegen auf der Küstenstraße verteilt.

Welle reißt Balkon ab

Vor allem die Nordküste Teneriffas wurde getroffen - auch den Urlaubsort Puerto de la Cruz. Ein Amateurvideo zeigt, wie in der Nähe von Tacoronte eine mindestens sechs Meter hohe Welle den zweiten Stock eines Wohnblocks erreicht und Balkone halb abreißt. Glücklicherweise halten sich zu diesem Zeitpunkt dort keine Menschen auf.

Anders in einem Hotelrestaurant im Ferienort Costa de Adeje. Während des Abendessens durchschlägt eine Welle die Fensterscheiben, verletzt wird niemand.

Männer tragen ihre Habseligkeiten aus einem Gebäude | Bildquelle: Cristobal Garcia/EPA-EFE/REX/Shu
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Menschen in Taroconte retten ihre Habseligkeiten vor dem Wasser.

Auch andere Urlauberinseln betroffen

Das Unwetter hatte sich auf dem Atlantik zusammengebraut. Zunächst traf es andere Kanaren-Inseln, allerdings weniger stark. Auf Gran Canaria stürzten Bäume um, auf Lanzarote mussten Flüge umgeleitet werden.

Weiterhin hat das spanische Festland mit Regen und Wind zu kämpfen. In der Region Katalonien traten zwei Flüsse über die Ufer, viele Landstraßen stehen unter Wasser. Die Bilder erinnern an die schweren Überschwemmungen auf Mallorca vor einem Monat. Etwa 1500 Haushalte rund um Girona hatten gestern keinen Strom.

Auch in Galizien, im Nordwesten Spaniens, kam es nach heftigen Gewittern zu Überflutungen. Eine 83-jährige Frau starb in den Wassermassen.

Unwetter in Spanien: Riesenwellen reißen Balkone auf Teneriffa ab
Oliver Neuroth, ARD Madrid
19.11.2018 13:22 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 19. November 2018 Inforadio um 13:31 Uhr und B5 aktuell um 13:39 Uhr.

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