Gerölllawine in Kirchberg | Bildquelle: dpa

Mehrere Tote Schwere Unwetter in Österreich und Italien

Stand: 28.07.2019 18:42 Uhr

Überschwemmungen, Schlammlawinen und tennisballgroße Hagelkörner: Schwere Unwetter sind über Teile Italiens und Österreichs gezogen. In Italien starben mehrere Menschen. In Österreich wurden Tausende Hektar Land zerstört.

In Italien und Österreich haben Unwetter schwere Schäden und Zerstörungen verursacht. In Italien kamen mehrere Menschen ums Leben. Laut der Nachrichtenagentur Ansa starb in der Nacht zum Sonntag in Rom eine 26-jährige Frau, als ihr Auto von starkem Wind erfasst und weggeschleudert worden war. Der Bürgermeister der Gemeinde Fiumicino, Esterino Montino, sprach auf Facebook von einem "gewaltigen Tornado". Es sehe aus "wie auf einem Kriegsschauplatz", schrieb er.

Auch in der Toskana richteten Unwetter Schäden und Überschwemmungen an. Die Provinz Arezzo habe es am schlimmsten getroffen, teilte die Feuerwehr mit. Ein 70-Jähriger sei gestorben, als er mit seinem Auto von Schlamm-Massen erfasst worden sei.

In Rom wurden durch einen Wirbelsturm Hinweisschilder umgeknickt und das Dach von einer Tankstelle zerstört. | Bildquelle: dpa
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Ein Wirbelsturm hat in Rom Hinweisschilder umgeknickt und das Dach einer Tankstelle zerstört.

Frau bei Berglauf von Blitz getroffen

In den Südtiroler Alpen bei Bozen wurde eine 45-jährige Norwegerin während eines Extremberglaufs vom Blitz getroffen und erlag später ihren schweren Verletzungen. Sie war Teilnehmerin beim Südtirol Ultra Skyrace, ein Rennen über 121 Kilometer und 7554 Höhenmeter. Laut ORF war das Rennen offenbar eine halbe Stunde zuvor wetterbedingt abgebrochen worden. Einige Teilnehmer hätten sich aber außerhalb der Reichweite der Streckenposten befunden, so auch die Norwegerin.

Keller und Straßen unter Wasser

Im Süden Österreichs zerstörten tennisballgroße Hagelkörner in den Bundesländern Steiermark, Kärnten und Burgenland 12.000 Hektar Land mit Getreide, Gemüse und Wein. Auch Glas- und Folienhäuser seien beschädigt worden, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Landwirten sei ein Schaden von drei Millionen Euro entstanden.

Bereits gestern hatten Unwetter in dem Land zu mehreren Muren, Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen geführt. Hagel und Starkregen setzten in der Steiermark Keller und Straßen unter Wasser, berichtet der ORF. In Tirol gingen einige Schlamm- und Steinlawinen ab, unter anderem in in Kirchberg und in Weerberg. In Rauris bei Salzburg riss ein Bach eine Brücke weg und beschädigte ein Wohnhaus.

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