Kenia, West Pokot: Menschen befreien die Straße von entwurzelten Bäumen nach einem Erdrutsch. | Bildquelle: dpa

Unwetter in Ostafrika Erdrutsche verschütten viele Menschen

Stand: 25.11.2019 14:56 Uhr

Nach schweren Unwettern in Kenia ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 50 gestiegen. Die starken Regenfälle lösten Erdrutsche aus, welche die schlafenden Menschen in ihren Häusern verschütteten.

In Kenia sind nach Unwettern mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, starben die meisten Menschen bei Erdrutschen, die durch starke Regenfälle im Westen des ostafrikanischen Landes ausgelöst wurden. Bislang seien 52 Leichen geborgen worden, sagte der Gouverneur des Bezirks West Pokot, John Lonyangapuo. Die Zahl der Toten könne aber noch steigen.

Die Erd- und Geröllmassen hatten am Samstag Häuser in West Pokot und darin schlafende Menschen verschüttetet. Die Rettungskräfte haben Probleme, an einige der Unglücksorte zu gelangen, weil das Hochwasser auch Straßen und Brücken zerstört hat. Die kenianische Regierung schickte Militär- und Polizeihubschrauber in das Katastrophengebiet an der Grenze zu Uganda.

Kenia, West Pokot: Menschen begutachten die Lage nach einem Erdrutsch. Sintflutartige Regenfälle haben in Kenia Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. | Bildquelle: dpa
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Menschen begutachten die Lage nach einem Erdrutsch. Sintflutartige Regenfälle haben in Kenia Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst.

Weitere Staaten in Ostafrika betroffen

Auch andere Staaten in Ostafrika sind von den Unwettern betroffen. Im Westen Tansanias waren am Samstag mindestens zehn Menschen von einem reißenden Fluss erfasst worden und ertrunken. In Somalia wurden Hunderttausende Menschen von den Wassermassen in die Flucht getrieben, im Südsudan wurden ganze Städte überflutet. Allein im Südsudan sind fast eine Million Menschen betroffen, die nun auch von Krankheiten und Hunger bedroht sind. In Äthiopien gab es Dutzende Tote bei Erdrutschen und Überschwemmungen.

Starkregen und Überschwemmungen sind in Ostafrika keine Seltenheit. Experten bringen die schweren Unwetter in diesem Jahr mit einem Klimaphänomen in Verbindung, dem sogenannten Indischen-Ozean-Dipol, das mit Temperaturschwankungen an der Meeresoberfläche im Westen und Osten des Indischen Ozeans zusammenhängt. Vor der Ostküste Afrikas ist das Meer gerade wärmer als sonst, was zu mehr Verdunstung und stärkeren Regenfällen führt

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