Rettungskräfte an der Unfallstelle | Bildquelle: REUTERS

Kollision in Frankreich Vier Kinder bei Schulbus-Unfall getötet

Stand: 14.12.2017 21:31 Uhr

Im Süden Frankreichs ist ein Schulbus mit einem Regionalzug kollidiert. Dabei wurden laut Innenministerium mindestens vier Kinder getötet, es gab mehrere Schwerverletzte. Präsident Macron sprach von einem "furchtbaren Unfall".

Beim Zusammenstoß eines Schulbusses mit einem Zug in Südfrankreich sind vier Kinder ums Leben gekommen. 19 Menschen wurden laut Behördenangaben verletzt, sieben von ihnen schwer. Die Zahl der Opfer könnte aber noch weiter ansteigen. Dutzende Helfer sind vor Ort.

Der Unfall ereignete sich an einem beschrankten Bahnübergang in dem Ort Millas westlich von Perpignan nahe der spanischen Grenze. Der Regionalzug erfasste demnach den Schulbus am Heck. Französische Medien berichteten, dass die Kollision den Bus in zwei Teile gerissen habe.

Ursache noch unbekannt

Die Unglücksursache ist noch unbekannt. An Bord des Schulbusses waren laut Behörden rund 20 Kinder im Alter zwischen elf und 15 Jahren, die von einer Schule nach Hause gefahren wurden.

Eine Sprecherin der Bahngesellschaft SNCF sagte, Augenzeugen zufolge habe die Schranke an dem Bahnübergang funktioniert. Der Übergang sei "gut ausgestattet" mit blinkenden Lichtern und neuester Technologie. Ob alles richtig funktionierte, müsse bei einer Untersuchung ermittelt werden, sagte die Mitarbeiterin. Der Zug fahre an dem Ort der Kollision normalerweise mit einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde. In dem Zug hätten sich 25 Fahrgäste befunden.

"Furchtbares Drama"

Premierminister Edouard Philippe, der wie Verkehrsministerin Elisabeth Borne noch am Abend nach Millas reiste, sprach von einem "furchtbaren Drama". Priorität habe es nun, die Familien, "von denen wir alle wissen, dass sie eine Phase der Angst durchleben", mit Informationen zu versorgen. Die Identifikation der Toten sei sehr schwierig.

Präsident Emmanuel Macron drückte vom EU-Gipfel in Brüssel aus via Twitter sein Mitgefühl aus. "Alle meine Gedanken für die Opfer dieses furchtbaren Unfalls eines Schulbusses und für ihre Familien", hieß es auf der Seite des Präsidenten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Dezember 2017 um 19:00 Uhr.

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