Geir Pedersen | Bildquelle: AFP

UN-Sondergesandter für Syrien Neuer Mann für die "Mission Impossible"

Stand: 31.10.2018 19:58 Uhr

Norwegens Botschafter in China, Pedersen, wird neuer UN-Syrienbeauftragter. UN-Generalsekretär Guterres ernannte ihn zum Nachfolger von de Mistura - in einem Konflikt, der ausweglos erscheint.

Von Georg Schwarte, ARD-Studio New York

Er ist der neue Mann für die sogenannte Mission Impossible. Der Norweger Geir Pedersen soll nach dem Willen von UN-Generalsekretär Antonio Guterres als neuer Sondergesandter für Syrien schaffen, was drei namhafte Diplomaten bisher vergeblich versuchten: Frieden nach über sieben Jahren Krieg für Syrien zu bringen.

Der norwegische Karriere-Diplomat, der zurzeit als Botschafter in China arbeitet, folgt auf den 71-jährigen Staffan de Mistura, der nach knapp viereinhalb Jahren vor kurzem überraschend seinen Rücktritt aus privaten Gründen für Ende November erklärt hatte.

Bislang drei Diplomaten gescheitert

Vor de Mistura waren bereits der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan sowie der Algerier Lakhdar Brahimi daran gescheitert, den Bürgerkrieg, der mittlerweile bis zu einer halben Million Menschenleben kostete und Millionen Syrer in die Flucht trieb, zu beenden.

UN-Sondergesandte Staffan De Mistura | Bildquelle: REUTERS
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Geir Pedersen folgt auf den Diplomaten Staffan de Mistura.

In einem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat appellierte Guterres an die Internationale Gemeinschaft und Syrien, seinen neuen Sondergesandten nach Kräften zu unterstützen. Guterres teilte zudem mit, es habe vor der Berufung auch Gespräche mit der Regierung des syrischen Machthabers Bashar al-Assad gegeben.

Ex-Botschafter in Deutschland

Pedersen, der einst auch als norwegischer Botschafter in Deutschland und bei den Vereinten Nationen arbeitete, war außerdem UN-Sondergesandter für den Libanon, wo er damals de Mistura ablöste.

Die UN-Vermittlung für einen Frieden in Syrien, Neuwahlen und eine neue verfassunggebende Versammlung war zuletzt immer wieder in eine Sackgasse geraten. Syrien hatte gerade erst dem scheidenden UN-Sondergesandten de Mistura unmissverständlich erklärt, dass die UN keine Rolle bei der Gestaltung eines Verfassungskonventes spielen würden.

Neuer UN-Sondergesandte für Syrien - Norweger Pedersen löst de Mistura ab
Georg Schwarte, ARD New York
31.10.2018 18:43 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. Oktober 2018 um 19:00 Uhr.

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