Logo der Klimakonferenz | Bildquelle: REUTERS

Viele Streitpunkte UN-Klimagespräche ziehen sich

Stand: 15.12.2018 12:58 Uhr

Der Abschluss der UN-Klimakonferenz verzögert sich weiter. Erneut wurde die Plenumssitzung verschoben, noch immer gibt es Uneinigkeit. Vor allem Brasilien blockiere derzeit, hieß es aus der EU.

Der Abschluss der UN-Klimakonferenz in Kattowitz verzögert sich weiter. Die Gipfelleitung rechnet nun mit einem Abschluss am Nachmittag. Wegen fortbestehender Konflikte war die Konferenz in die Verlängerung gegangen, ursprünglich sollte sie bereits am Freitag zu Ende gehen. 

"Eine Einigung, um das Paris-Abkommen funktionsfähig zu machen, ist in Reichweite", schrieb EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete bei Twitter. Die als Unterhändlerin eingesetzte spanische Umweltministerin Teresa Ribera sagte, sie sei "optimistisch", es gebe aber noch "kleine Brände".

Brasilien blockiert

Ein neuer Entwurf für ein Abschlussdokument der polnischen Präsidentschaft wird derzeit noch in einigen Punkten blockiert. Besonders Brasilien mit seinem künftigen Präsidenten Jair Bolsonaro stelle sich quer, hieß es aus Kreisen der EU-Staaten. Nach dem angekündigten Austritt der USA aus dem Klimavertrag und einem Kurswechsel Australiens bereite damit ein drittes wichtiges Land Probleme in der Klimapolitik.

Zu den Knackpunkten in Kattowitz gehören weiterhin die Transparenzregeln im sogenannten Regelbuch. Dabei geht es darum, wie die nationalen Klimaziele der einzelnen Länder künftig eingereicht und überprüft werden. Die Konferenz beschäftigt sich mit der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

Teilnehmer ringen um gemeinsame Abschlusserklärung
tagesschau 12:00 Uhr, 15.12.2018, Jan Koch, WDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Für mehr Ambitionen

Umweltministerin Svenja Schulze beim Klimagipfel in Kattowitz | Bildquelle: dpa
galerie

Umweltministerin Svenja Schulze: "Die Welt soll wissen, dass wir nicht aufhören werden, uns für mehr Ambitionen einzusetzen."

Was bisher auf dem Tisch liege, sei "eine gute Grundlage", reiche aber nicht, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze gestern. Sie forderte, dass der Klimagipfel ein "starkes Regelwerk" verabschieden soll. "Die Welt soll wissen, dass wir nicht aufhören werden, uns für mehr Ambitionen einzusetzen."

Die "Koalition der Ehrgeizigen" - eine Ländergruppe um die EU und besonders bedrohte Inselstaaten - mahnte weitreichende Beschlüsse an, um die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens umzusetzen. "Wenn wir hier kein angemessenes Ergebnis erzielen, wird das Paris-Abkommen überflüssig", sagte der Verhandlungsführer der Malediven, Ex-Präsident Mohamed Nasheed. "Wenn wir das nicht hinkriegen, sterben wir."

Kommender Gipfel in Chile

Die Pariser Klimakonferenz hatte 2015 beschlossen, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius, möglichst sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die bisher weltweit zugesagten Maßnahmen zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase reichen dazu nicht aus.

Verhandelt wird in Kattowitz zudem über finanzielle Unterstützung für Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen in armen Staaten. Die Entwicklungsländer verlangen möglichst langfristige und verlässliche Zusagen der reichen Staaten.

Am Freitagabend wurde bekannt, dass der Klimagipfel im kommenden Jahr in Chile stattfinden wird. Ursprünglich wollte Brasilien die nächste Konferenz ausrichten, das Land zog seine Bewerbung jedoch Ende November zurück. Offiziell wurden Haushaltsprobleme als Grund angegeben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. Dezember 2018 um 04:55 Uhr.

Darstellung: