Migranten im griechischen Lager Moria auf Lesbos. | Bildquelle: REUTERS

UN-Flüchtlingsforum Maas fordert gerechtere Lastenverteilung

Stand: 17.12.2019 11:49 Uhr

Anlässlich des UN-Flüchtlingsforums hat Außenminister Maas eine gerechtere Lastenverteilung gefordert: Nur ein Fünftel der Staaten nehme Flüchtlinge auf. Die Situation für Migranten in Griechenland verschärft sich.

Bundesaußenminister Heiko Maas hat vor Beginn des ersten UN-Flüchtlingsforums in Genf mehr Unterstützung der ärmeren Aufnahmeländer gefordert. "Es muss eine gerechtere Lastenverteilung geben", sagte er im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Weltweit seien nur ein Fünftel aller Länder bereit, Flüchtlinge aufzunehmen. Von den neun Staaten, die bislang die meisten Menschen aufgenommen haben, seien neun Staaten niedrigen oder mittleren Einkommens - hier sei das Engagement von Industriestaaten gefordert.

"Das Land in Europa, das den wenigsten Nachholbedarf hat bei der Aufnahme von Flüchtlingen, ist Deutschland", betonte Maas. Die Bundesrepublik sei auf Platz fünf der Aufnahmestaaten und stelle 1,6 Milliarden Euro an humanitärer Hilfe für Jordanien und den Libanon zur Verfügung.

UN-Flüchtlingsforum berät über Schicksal der 70 Millionen Flüchtlinge weltweit
tagesschau 20:00 Uhr, 17.12.2019, Wolfgang Wanner, zzt. ARD Genf

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UNHCR betont Fortschritte - und fordert mehr

Das Globale Flüchtlingsforum der Vereinten Nationen (UN) kommt heute erstmals in Genf zusammen. Es war 2018 als wesentlicher Bestandteil des Globalen Flüchtlingspakts gegründet worden, den mehr als 170 Staaten unterzeichneten. Die Teilnahmeländer des Forums wollen darüber beraten, wie Flüchtlingen am besten geholfen werden kann. Derzeit sind nach UN-Angaben weltweit 71 Millionen Menschen auf der Flucht.

"Der Flüchtlingspakt ist ein Aufruf an die Staatengemeinschaft, noch intensiver mitzumachen und gerade die Länder besser zu unterstützen, die einen Großteil der Flüchtlinge weltweit aufgenommen haben", betonte auch Dominik Bartsch, der Leiter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Deutschland. Zwar habe es seit der Unterzeichnung des UN-Flüchtlingspakts Fortschritte gegeben, jedoch nicht im erhofften Umfang: "Wir erwarten uns, dass mehr Staaten mit dazu kommen und bei der Lastenverteilung mitmachen."

Vor allem Länder um Konfliktherde herum müssten besser unterstützt werden: "Das sind Kenia und Uganda, um den Südsudan herum, Länder wie Jordanien und Libanon um Syrien herum, natürlich die Türkei - überhaupt das weltgrößte Aufnahmeland für Flüchtlinge -, aber auch Länder wie Bangladesch, das mehr als eine Million Flüchtlinge aus Myanmar aufgenommen hat", zählte er auf.

UN-Flüchtlingsforum: Humanitäre Hilfe allein reicht nicht mehr
Mittagsmagazin, 17.12.2019, Wolfgang Wanner, ARD Genf

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Mehr als 70.000 Migranten aus der Türkei

Unterdessen meldeten griechische Behörden, innerhalb der vergangenen Stunden hätten Hunderte Migranten das Land erreicht. Die Küstenwache griff 136 Migranten in der Ägäis auf, weiteren 338 war es gelungen, an Bord von Booten die Inseln Samos, Farmakonisi, Chios, Samothraki und die Hafenstadt Alexandroupolis auf dem Festland zu erreichen. Alle diese Menschen seien aus der Türkei nach Griechenland aufgebrochen, meldete das griechische Staatsfernsehen ERT unter Berufung auf die Küstenwache.

Mittlerweile sind auf griechischen Inseln im Osten der Ägäis nach Ministeriumsangaben mehr als 41.000 Menschen untergebracht - die höchste Zahl, seitdem der EU-Türkei-Flüchtlingspakt im März 2016 in Kraft trat. Zudem stieg die Zahl der Ankommenden innerhalb weniger Monate dramatisch: Noch im April lebten auf den Inseln nur 14.000 Menschen. Die Migranten leben in überfüllten und schlecht ausgerüsteten Zeltstädten - Menschenrechtsorganisationen und Journalistenberichte beurteilen die Lage in den Camps als dramatisch.

Auch über den griechisch-türkischen Grenzfluss Evros kommen Zehntausende Migranten aus der Türkei in die EU: Nach Angaben des UNHCR überquerten den Evros seit Jahresbeginn 14.312 Menschen.

Insgesamt kamen 2019 bislang 71.368 Migranten aus der Türkei nach Griechenland - 20.860 Menschen mehr als im Vorjahr. Die "Welt" berichtet unter Berufung auf einen vertraulichen EU-Report von 70.002 Migranten, die die EU von der Türkei aus erreicht hätten - das entspreche einem Anstieg von 46 Prozent gegenüber 47.847 Migranten im Vorjahreszeitraum.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 17. Dezember 2019 um 09:21 Uhr.

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