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Maidan in Kiew

Zusammenstöße in Kiew Krisentreffen bei Janukowitsch ohne Ergebnis

Stand: 19.02.2014 21:02 Uhr

Das Krisentreffen zwischen Präsident Janukowitsch und Oppositionsführer Klitschko ist in der Nacht ohne Ergebnis geblieben. Damit droht die Lage in der Ukraine vollends zu entgleiten. In diesem Live-Ticker können Sie die Ereignisse des 18. Februar nachlesen.

Parlamentsdebatte abgesagt

18.02.2014 10:00 Uhr

Am Morgen waren etwa 20.000 Oppositionsanhänger vor das Parlament und vor die Zentrale der Regierungspartei von Präsident Viktor Janukowitsch gezogen. Sie wollten den Druck auf die Abgeordneten erhöhen, die über eine Verfassungsreform debattieren sollten. Doch Parlamentschef Wladimir Rybak weigerte sich, die entsprechende Initiative auf die Tagesordnung der Sitzung zu setzen. Daraufhin blockierte die Opposition das Präsidium der Obersten Rada und vor dem Gebäude griffen Demonstranten die Polizei an.

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Ultimatum an die Demonstranten

18.02.2014 15:00 Uhr

Inzwischen haben die Behörden den Demonstranten ein Ultimatum bis 18.00 Uhr (17.00 Uhr MEZ) gestellt. Sollten sie ihre Aktionen bis dahin nicht beenden, würden die Sicherheitskräfte vorrücken. Die öffentliche Ordnung werde "mit allen erlaubten Mitteln" wiederhergestellt, kündigte die Polizei an.

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Auswärtiges Amt besorgt

18.02.2014 16:22 Uhr

Das Bundesaußenministerium zeigte sich besorgt über die Eskalation der Lage in Kiew. Über den offiziellen Twitter-Account schreibt es:

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Machtkampf in der Ukraine eskaliert

18.02.2014 16:24 Uhr

Unsere Korrespondentin Birgit Virnich hat die Ereignisse des Tages für die tagesschau 16.00 Uhr zusammengefasst.

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Metro in Kiew fährt nicht mehr

18.02.2014 16:26 Uhr

Als Reaktion auf die schweren Ausschreitungen haben die Behörden nach eigenen Angaben alle U-Bahn-Stationen in der Stadt abgeriegelt. Laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP rückten zugleich Bereitschaftspolizisten in Richtung Maidan vor.

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Reuters: Zwei Tote gefunden

18.02.2014 16:31 Uhr

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass in der Nähe einer Metro-Station am südöstlichen Rand des Maidan zwei Tote gefunden wurden. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür nicht.

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Kein Anzeichen von Entspannung

18.02.2014 16:36 Uhr

Knapp eine halbe Stunde vor Ende des Ultimatums verstärken Demonstranten nach übereinstimmenden Medienangaben die Barrikaden. Eine Räumung scheint nicht wahrscheinlich.

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Stellungnahme der EU-Außenbeauftragten

18.02.2014 16:38 Uhr

Auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zeigt sich bestürzt über die Entwicklung in Kiew

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Janukowitsch lädt Opposition ein

18.02.2014 16:43 Uhr

Der ukrainische Präsident Janukowitsch plant für morgen Vormittag ein Treffen mit Oppositionsvertretern. Dies gibt Parlamentspräsident Wladimir Rybak bekannt.

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Weisband: Öffentliches Gebet

18.02.2014 16:46 Uhr

Marina Weisband von der Piratenpartei ist derzeit in Kiew. Sie beobachtet die Situation auf dem Maidan mit großer Sorge.

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Polizist erschossen

18.02.2014 16:56 Uhr

Nach Angaben des Innenministeriums ist in Kiew ein toter Polizist gefunden worden. Dem Beamten sei in den Nacken geschossen worden und später seinen Schussverletzungen erlegen. Über mögliche Täter machte die Behörden keine Angaben.

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Klitschko-Aufruf an Demonstranten

18.02.2014 16:58 Uhr

Der Oppositionspolitiker Vitali Klitschko ruft laut TV Frauen und Kinder auf, zur eigenen Sicherheit den Unabhängigkeitsplatz zu verlassen.

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Ultimatum abgelaufen

18.02.2014 17:00 Uhr

Das Ultimatum der Behörden an die Demonstranten ist in diesen Sekunden abgelaufen.

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Angespannte Ruhe in Kiew

18.02.2014 17:18 Uhr

Der Livestream des russischen Senders Russia Today zeigt Lagerfeuer und Zelte auf dem Maidan. Inzwischen ist es dunkel geworden.

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Polizist wünscht sich "Weltfrieden"

18.02.2014 17:26 Uhr

Marina Weisband, Politikerin der Piratenpartei, empfiehlt den Livestream von spilno.tv. Sie kenne die Macher persönlich, schreibt Sie bei Twitter. Derzeit interviewen Spilno-Mitarbeiter Polizisten vor Ort.

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Polen erhöht diplomatischen Druck

18.02.2014 17:34 Uhr

Das polnische Außenministerium hat laut Reuters den stellvertretenen ukrainischen Botschafter einbestellt. Es solle auf Gewaltanwendung in Kiew verzichtet werden.

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Kaum gesicherte Angaben über Bewegungen der Polizei

18.02.2014 17:43 Uhr

In sozialen Netzwerken werden Videos und Bilder schwer bewaffneter Sicherheitskräfte und gepanzerter Fahrzeuge verbreitet, die sich auf dem Weg zum Maidan befinden sollen. Dies lässt sich im Moment nicht verifizieren.

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Justiz droht Oppositionsführern

18.02.2014 17:46 Uhr

Die ukrainische Justiz hat Oppositionspolitikern wie Vitali Klitschko mit harten Konsequenzen gedroht. "Für jeden Verletzten, für jedes angezündete Auto und zerschlagene Fenster werden die Organisatoren der Massenunruhen die Verantwortung übernehmen müssen", teilte Generalstaatsanwalt Viktor Pschonka mit. Er forderte "die schärfste Bestrafung". Allein die Regierung sei an einer friedlichen Regelung der Krise interessiert, so Pschonka.

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Drei Tote bestätigt

18.02.2014 17:57 Uhr

Die Stadtverwaltung Kiews hat den Tod von drei Menschen bestätigt. Rettungsärzte hätten die Leichen untersucht, teilte die städtische Gesundheitsbehörde nach Angaben der Agentur Interfax mit. Zur Todesursache wurden keine Angaben gemacht. Zuvor hatte lediglich die Oppositionsseite von drei Getöteten gesprochen. Sie behauptet, die Demonstranten seien von der Polizei erschossen worden.

Insgesamt sollen fünf Menschen gewaltsam ums Leben gekommen sein. Neben den drei Oppositionsanhängern, ein Polizist und ein Mitglied der Regierungspartei.

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Klitschko: Wir bleiben

18.02.2014 18:08 Uhr

Die Oppositionsanhänger wollen den seit November besetzten Unabhängigkeitsplatz nicht freigeben. "Wir sind hier auf dem Maidan und geben ihnen nicht die Möglichkeit, ihn zu säubern", sagte der Oppositionspolitiker Vitali Klitschko. Er kündigte auch an, sich morgen mit Präsident Viktor Janukowitsch treffen zu wollen.

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Interfax: Neun Tote in Kiew

18.02.2014 18:17 Uhr

Bei den schweren Auseinandersetzungen sind nach offiziellen Angaben mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Sieben Zivilisten und zwei Sicherheitskräfte seien getötet worden, sagte ein Polizeisprecher der Agentur Interfax.

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"Slawa Ukraini - Gerojam slawa"

18.02.2014 18:22 Uhr

Die Journalistin Birgit Schmeitzner beobachtet die Lage in Kiew

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AFP: Demonstranten besetzen das Rathaus wieder

18.02.2014 18:41 Uhr

Die Demonstranten haben nach Angaben der Agentur AFP erneut das erst am Sonntag geräumte Rathaus in Kiew besetzt. Etwa 30 Menschen befinden sich demnach im Innern des Gebäudes und richten dort eine notdürftige Krankenstation ein, während andere Protestierende den Eingang bewachten.

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Ukrainische Behörden wollen Verkehr nach Kiew stoppen

18.02.2014 19:06 Uhr

Die Ukrainische Regierung kündigt an, den Autoverkehr in die Hauptstadt ab Mitternacht zu begrenzen, "um eine Ausweitung der Gewalt zu verhindern".

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Ausschreitungen am Rande des Maidan

18.02.2014 19:36 Uhr

Die Sicherheitskräfte haben Wasserwerfer und Beamte am Rande des Platzes zusammengezogen. Im Livestream von Russia Today sieht man Brandsätze fliegen, die Demonstranten setzten offenbar Laserpointer zum Blenden der Polizisten ein.

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Erstürmung des Maidan?

18.02.2014 19:41 Uhr

Marine Weisband twittert ein Bild der Auseinandersetzung. Es gleicht den Aufnahmen des Russia-Today-Livestreams

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Polizei setzt Wasserwerfer ein

18.02.2014 19:44 Uhr

Nach Informationen mehrerer Nachrichtenagenturen setzt die Polizei Wasserwerfer gegen die Menge ein. Demonstranten werfen weiter Brandsätze. Laut AFP haben einige Zelte auf dem Maidan Feuer gefangen.

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Jazenjuk fordert zum Kampf auf

18.02.2014 19:49 Uhr

Der Oppsitionsführer Arseni Jazenjuk hat der Regierung vorgeworfen, Menschen zu erschießen. "Sie wollen die Ukraine in Blut ertränken", rief er auf dem Maidan. "Wir werden keinen Schritt von diesem Platz zurückweichen. Wir haben keinen Ort, um uns zurückzuziehen. Die Ukraine steht hinter uns, die Zukunft der Ukraine steht hinter uns."

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Keine Schusswaffen gegen Demonstranten

18.02.2014 19:56 Uhr

Der ukrainische Premierminister Asarow hat bei einem Telefonat mit EU-Erweiterungskommissar Füle versprochen, den Einsatz von Schusswaffen wenn irgendwie möglich zu vermeiden. Die Mitglieder der "Berkut"-Spezialeinheit mit Kalaschnikow-Sturmgewehren zu sehen, habe große Sorgen bei ihm ausgelöst, sagte Füle bei einer Veranstaltung in Brüssel.

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Livestream aus Kiew

18.02.2014 20:00 Uhr

Die Nachrichtenagentur Reuters hat Kameras auf dem Maidan. Sie können die Ereignisse hier im Livestream verfolgen.

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Zelte und Barrikaden stehen in Flammen

18.02.2014 20:09 Uhr

Auf dem Unabhängigkeitsplatz fliegen noch immer Brandsätze und Feuerwerkskörper. Barrikaden am Rande des Platzes und Zelte auf dem Maidan stehen in Flammen, dichter Rauch steigt auf.

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Sondersitzung des Parlaments einberufen

18.02.2014 20:14 Uhr

Angesichts der Gewalt in Kiew soll das ukrainische Parlament noch heute zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Die Abgeordneten sollen sich um 22.00 Uhr (21.00 Uhr MEZ) in der Rada einfinden, sagte ein Abgeordneter der Regierungspartei der dpa.

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Regierungspolitiker rechnet mit schneller Räumung

18.02.2014 20:25 Uhr

Steffen Dobbert, Journalist bei Zeit online, zitiert via Twitter eine Kampfansage der Regierungspartei:

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Flammen trennen Kontrahenten

18.02.2014 20:31 Uhr

Zwischen den Barrikaden der Demonstranten und Sicherheitskräften scheint der Boden zu brennen, so viele Brandsätze sind niedergegangen. Direkte Konfrontationen sind auf den Livestreams derzeit nicht zu erkennen.

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USA sind entsetzt

18.02.2014 20:36 Uhr

"Wir verurteilen weiterhin die Gewalt auf der Straße und den übermäßigen Einsatz von Gewalt auf beiden Seiten", sagte Regierungssprecher Jay Carney in Washington. Der ukrainische Präsident Janukowitsch sei aufgefordert worden, den Konflikt umgehend zu entschärfen.

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Verletzte werden weggebracht

18.02.2014 20:52 Uhr

Im Livestream von Russia Today sind mehrere Rettungswagen zu sehen, die Verletzte wegbringen. Weitere Krankenwagen stehen bereit. Über die Anzahl der Verletzten gibt es noch keine aktuellen Angaben.

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Steinmeier deutet EU-Sanktionen an

18.02.2014 21:07 Uhr

Bundesaußenminister Steinmeier hat die Gewaltanwendung in Kiew verurteilt - von beiden Seiten. Es obliege den Sicherheitskräften, die Situation zu deeskalieren, betonte er in einer kurzen Stellungnahme. Gleichzeitig deutete er die Verhängung von Sanktionen gegen Einzelpersonen an. Die Verantwortlichen in Kiew müssten sich bewusst sein, dass die EU ihre Haltung zu Sanktionen überdenken könnte. Sehen Sie das volle Statement als Video.

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Verstärkung für die Polizei?

18.02.2014 21:12 Uhr

Die SkyNews-Journalistin Bragina hat Polizeitransporter auf einer Zufahrtsstraße zum Maidan ausgemacht.

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Polizei rückt weiter vor

18.02.2014 21:15 Uhr

Einheiten der ukrainischen Bereitschaftspolizei rücken von Norden her auf die Barrikaden der Oppositionellen vor. Dabei setzen sie nach Reuters-Informationen auch Blendgranaten ein.
Am Rande des Platzes brennen weiter Barrikaden, Zelte und andere Gegenstände.

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Brennende Hindernisse werden verstärkt

18.02.2014 21:26 Uhr

Aktivisten auf dem Maidan haben angefangen, Holz und anderes entflammbares Material in den brennenden Bereich zu werfen. Offenbar soll das Feuer angefacht werden, um die Sicherheitskräfte an der Erstürmung zu hindern.

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Schlacht um den Maidan

18.02.2014 21:32 Uhr

Die Regierungsgegner haben sich hinter Barrikaden verschanzt - Steine und Brandsätze fliegen

Demonstranten werfen Steine und Brandsätze in Kiew.

Demonstranten werfen Steine und Brandsätze in Kiew.

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Mindestens 300 Verletzte

18.02.2014 21:37 Uhr

Das Innenministerium in Kiew hat neue Angaben über Verletzte gemacht. Im Laufe des Tages wurden demnach mindestens 300 Menschen verletzt. Nach offiziellen Angaben mussten 185 Demonstranten und 135 Angehörige der Sicherheitskräfte in Krankenhäusern behandelt werden.
Die Anzahl verletzter Demonstranten dürfte höher liegen, weil die Regierungsgegner teilweise ihre Verletzten selbst behandeln.

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AFP: Besetzung in Lwiw

18.02.2014 21:48 Uhr

Nach der Eskalation der Gewalt in Kiew haben Regierungsgegner am späten Abend offenbar mehrere Verwaltungsgebäude im Westen des Landes besetzt. Sie stürmten den Sitz der Regionalregierung und ein Polizeirevier in Lwiw (Lemberg), wie ein AFP-Reporter berichtet.

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Sechs Polizisten getötet

18.02.2014 21:54 Uhr

Nach neuesten offiziellen Angaben sind im Laufe des Tages sechs Polizisten getötet worden. Sie alle sollen nach Reuters-Informationen Schusswunden erlitten haben.

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Flammen und Rauch am Maidan

18.02.2014 22:01 Uhr

SkyNews-Producerin Bragina mit einem Eindruck vom Maidan

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Polen verlangt Sanktionen

18.02.2014 22:11 Uhr

Der polnische Regierungschef Tusk und sein Außenminister Sikorski haben Sanktionen gegen die Ukraine gefordert, die nicht nur Symbolwert haben sollten. Polen verfolge die Entwicklung in dem Nachbarland genau, sagte Sikorski im Nachrichtensender TVN24. "Im politischen Sinn ist das eine schrecklich verspielte Chance", kommentierte er die heutigen Ereignisse.

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Klitschko trifft Janukowitsch

18.02.2014 22:17 Uhr

Der Oppositionspolitiker Klitschko ist am Präsidentenpalast eingetroffen, um mit Präsident Janukowitsch zu sprechen. Das teilte Klitschkos Sprecherin mit.
Zuvor war verkündet worden, dass erst morgen Vormittag ein Treffen stattfinden sollte.

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Erstürmung ausgesetzt?

18.02.2014 22:42 Uhr

Nach unbestätigten Angaben haben die Sicherheitskräfte ihre Erstürmung ausgesetzt. Die brennenden Barrikaden werden aber weiter angefeuert.
Am anderen Ende des Maidan stehen weitere Rettungswagen bereit.

Rettungswagen auf dem Maidan warten auf Verletzte

Rettungswagen auf dem Maidan warten auf Verletzte

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Erler schlägt OSZE-Vermittlung vor

18.02.2014 23:01 Uhr

Der Osteuropa-Beauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, fordert eine Vermittlung der OSZE. Sanktionen gegen die Ukraine als Ganzes wären schädlich, sagte er in Berlin. Auf jeden Fall müsse ein Staatsbankrott des Landes verhindert werden.

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Angriffe auf öffentliche Gebäude in Westukraine

18.02.2014 23:10 Uhr

Nicht nur in Kiew, sondern auch in mehreren Städten im Westen des Landes soll es zu Ausschreitungen gekommen sein. In Ternopol versuchten nach Angaben des Innenministeriums Hunderte Regierungsgegner, ein Polizeigebäude zu stürmen. Die Demonstranten hätten Brandsätze geworfen und das Gebäude habe Feuer gefangen. Auch aus Iwano-Frankowsk und Rowno gab es Berichte über Angriffe.
Dazu kommen die Krawalle in Lwiw (Lemberg), über die hier bereits berichtet wurde. (21:48 Uhr)

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"Die Demonstranten werden Widerstand leisten"

18.02.2014 23:16 Uhr

ARD-Korrespondentin Atai beschreibt in den tagesthemen die neuesten Entwicklungen in Kiew. Wegen der schweren Ausschreitungen auf dem Maidan ist sie ins Hotel "Ukraina" ausgewichen. Sie ist überzeugt, dass die Demonstranten weiter Widerstand leisten werden.

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Offenbar 18 Tote in Kiew

18.02.2014 23:24 Uhr

Bei den Auseinandersetzungen in der ukrainischen Hauptstadt sind nach offiziellen Angaben 18 Menschen getötet worden. Das Innenministerium korrigierte die Zahl der ums Leben gekommenen Polizisten von sechs auf sieben. Zudem bestätigte das Gesundheitsministerium der dpa den Tod von elf Demonstranten.
Zudem wurden nach offiziellen Angaben mindestens 500 Menschen verletzt, davon etwa 300 Sicherheitskräfte. Dazu kommt eine unbekannte Zahl von verwundeten Demonstranten, die in Lazaretten der Regierungsgegner behandelt werden.

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Neuer Erstürmungsversuch der Polizei

18.02.2014 23:30 Uhr

Die ukrainische Bereitschaftspolizei versucht nach Reuters-Angaben erneut, den Maidan zu erstürmen. Oppositionelle mit Knüppeln und Schilden stellen sich ihnen entgegen.

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Polizei setzt angeblich scharfe Munition ein

18.02.2014 23:37 Uhr

Der "Kyiv Post"-Journalist Miller ist vor Ort und schockiert über die Methoden der Sicherheitskräfte. Er behauptet, dass die Beamten auch mit scharfer Munition schießen.

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Janukowitsch-Vertraute kündigt Ansprache des Präsidenten an

18.02.2014 23:54 Uhr

Präsident Viktor Janukowitsch will sich nach Aussage einer Vertrauten an das Volk wenden. "Der Präsident arbeitet an seiner Rede", sagte die Parlamentarierin Anna German. Es blieb unklar, wann die Ansprache gehalten werden soll.

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Ärztin: "Mehr als 1000 verletzte Demonstranten in Kiew"

18.02.2014 23:56 Uhr

Nach Aussage der renommierten ukrainischen Ärztin Olga Bogomolez sind bei den Straßenschlachten in Kiew mehr als 1000 Demonstranten verletzt worden. Die Kliniken seien überfüllt, sagte die Medizinprofessorin dem oppositionsnahen Fernsehsender 5. Kanal.

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Hauptquartier der Opposition steht in Flammen

19.02.2014 00:13 Uhr

Das Hauptquartier der Opposition am Unabhängigkeitsplatz steht in Flammen, berichten die Nachrichtenagentur Reuters und Twitterer vor Ort. Auf dem Livestream von tagesschau.de ist zu sehen, dass es auch auf dem Maidan selbst weiterhin brennt.

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USA fordern Abzug der Sicherheitskräfte vom Maidan

19.02.2014 00:16 Uhr

Die USA fordern den Abzug der Sicherheitskräfte vom Maidan. In einem Telefonat mit dem ukrainischen Staatschef Janukowitsch habe Vizepräsident Joe Biden seine "ernste Besorgnis" geäußert, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses. Biden habe Janukowitsch aufgefordert, die Polizei abzuziehen und "maximale Zurückhaltung" zu üben.

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Bildt: Janukowitsch muss die Katastrophe stoppen

19.02.2014 00:31 Uhr

"Nur ein Mensch kann die Katastrophe in Kiew jetzt stoppen - Präsident Janukowitsch", twittert Schwedens Außenminister Carl Bildt. "Sein Wankelmut und seine Gewalt sind verantwortlich für die Situation."

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Befinden sich noch Menschen im brennenden Oppositionsgebäude?

19.02.2014 00:34 Uhr

Im ARD-Nachtmagazin berichtet Reporterin Golineh Atai, dass im brennenden Hauptquartier der Opposition angeblich Menschen in den oberen Stockwerken festsitzen. Bestätigt sind diese Meldungen allerdings nicht. Einem AFP-Reporter zufolge wurden Verletzte auf Tragen aus dem Gebäude getragen.

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Interfax: Menschen seilen sich aus Oppositionsgebäude ab

19.02.2014 00:40 Uhr

Unter Berufung auf die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtet die dpa, dass Menschen versuchen, sich mit Seilen aus den oberen Etagen des Oppositionsgebäudes zu retten.

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Gespräche zwischen Janukowitsch und Opposition haben begonnen

19.02.2014 01:14 Uhr

Die schon vor Stunden angekündigten Gespräche zwischen Präsident Janukowitsch und führenden Oppositionspolitikern - darunter Vitali Klitschko - sollen endlich begonnen haben, berichten die Nachrichtenagenturen Interfax und Reuters unter Berufung auf hochrangige Abgeordnete aus dem Regierungslager.

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Dramatische Berichte vom brennenden Oppositionsgebäude

19.02.2014 01:21 Uhr

Dem Twitterer Christopher Miller zufolge sollen einige Menschen inzwischen versuchen, aus dem brennenden Hauptquartier der Opposition hinabzuklettern. Andere würden springen, um sich zu retten - und mithilfe von Zeltplanen aufgefangen werden. Bestätigungen für diese Berichte gibt es bislang allerdings keine.

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Krisentreffen endet "ohne Ergebnis"

19.02.2014 01:27 Uhr

Das Krisentreffen zwischen Präsident Viktor Janukowitsch und der Opposition ist nach Angaben des Oppositionspolitikers Vitali Klitschko ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Bei dem Gespräch habe man keine Lösung für ein Ende der Gewalt gefunden.

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Klitschko: Janukowitsch will Erstürmung fortsetzen

19.02.2014 01:38 Uhr

Staatschef Janukowitsch will nach Angaben von Oppositionsführer Klitschko die Erstürmung des Protestcamps auf dem Maidan fortsetzen. Janukowitsch habe einen Abbruch des Polizeieinsatzes abgelehnt und die Räumung des Platzes gefordert, berichtete Klitschko nach dem Krisentreffen mit dem Präsidenten.

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Unterschiedliche Meldungen über Zahl der Toten

19.02.2014 02:41 Uhr

Über die Zahl der Todesopfer gibt es unterschiedliche Angaben. Während der britische Guardian inzwischen von 21 Opfern berichtet, schreibt der ukrainische Journalist Christopher Miller, es seien mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Die bislang letzte offizielle Zahl von Behördenseite stammt vom späten Abend - da war von 18 Toten die Rede. Das medizinische Zentrum der
Opposition erklärte, es habe etwa 20 Tote gegeben. Was die Zahl der Verletzten betrifft, variieren die Angaben zwischen "mehreren Hundert" und "1000 verletzten Demonstranten".

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"Oppositionsgebäude ist nicht mehr zu retten"

19.02.2014 02:50 Uhr

"Gerade direkt am Gewerkschaftshaus (Anm.: das ist der eigentliche Name des Hauptquartiers der Opposition) gewesen. Es ist nicht zu retten. Noch immer lodern Flammen. Viel zu wenig Feuerwehr", twittert der WDR-Journalist Demian von Osten, der zurzeit für Arte aus Kiew berichtet. Wie viele Menschen bei dem Brand zu Schaden gekommen sind, ist zurzeit noch unklar.

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"Menschenmassen strömen Richtung Kiew"

19.02.2014 02:57 Uhr

Den Abend über haben sich die Berichte über Unruhen in Städten der Westukraine verstärkt. So berichtete die Nachrichtenagentur Reuters vorhin unter Berufung auf örtliche Medien, in Ternopil hätten Oppositionelle die Polizeizentrale in Brand gesetzt. Nun kursiert laut der BBC das Gerücht, dass "großen Massen an Unterstützern" aus der Westukraine gen Kiew strömen, um die dortigen Demonstranten zu unterstützen. "Binnen Stunden" würden sie auf dem Maidan-Platz erwartet.

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Zwei Verkehrspolizisten in Kiew erschossen

19.02.2014 03:01 Uhr

In Kiew sollen zwei Verkehrspolizisten von Unbekannten erschossen worden sein, berichtet die BBC unter Berufung auf das ukrainische Innenministerium. Ein weiterer Polizist sei schwer verletzt worden.

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Schreckensbilder aus Kiew

19.02.2014 03:35 Uhr

Über die Nachrichtenagenturen laufen inzwischen Bilder, die zeigen, wie sich Menschen aus einem in Flammen stehenden Gebäude am Maidan zu retten versuchen. Auf diesem Bild hier klettert ein Mann die Außenfassade hinab.

Ukraine

Ukraine

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Keine Beruhigung auf dem Maidan - im Gegenteil

19.02.2014 03:57 Uhr

Immer wieder berichten Augenzeugen über neue Explosionen auf dem Maidan. Der ARD-Livestream zeigt noch immer meterhohe Flammen und schwarze Rauchwolken. Laut BBC gibt es Meldungen über einen erneuten Angriff der Polizei auf den Platz. Von einer Beruhigung der Lage kann keine Rede sein - im Gegenteil.

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Oppositionsbewegung fordert Olympia-Boykott

19.02.2014 04:46 Uhr

Die ukrainische Oppositionsbewegung "Wir sind Europäer" fordert die Olympiateilnehmer des Landes auf, ihre Wettkämpfe in Sotschi abzubrechen, berichtet "Radio Liberty". Ein solcher Schritt würde "Solidarität mit den Demonstranten" zeigen.

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Janukowitsch: Oppositionsführer haben Schuld

19.02.2014 05:03 Uhr

In einem soeben verbreiteten Statement macht Präsident Janukowitsch die Oppositionsführer für die Eskalation der Gewalt verantwortlich. Er forderte sie auf, "sich von den radikalen Kräften zu distanzieren".

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Die Zeichen stehen auf Sturm

19.02.2014 05:56 Uhr

Das Fazit einer langen Nacht in der Ukraine: Während der Unabhängigkeitsplatz noch immer in Flammen steht, blieb ein Krisentreffen ohne Erfolg. Oppositionsführer Klitschko beschuldigt Präsident Janukowitsch, den Maidan endgültig stürmen zu wollen. Hiermit beenden wir fürs erste den Live-Ticker zu den Ereignissen in Kiew.

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