Ukrainischer Soldat vor Kohlemine | Bildquelle: AFP

Normandieformat Neue Chance für die Ost-Ukraine

Stand: 15.11.2019 18:17 Uhr

Die Ukraine und Russland starten unter deutsch-französischer Vermittlung einen neuen Anlauf zur Lösung des Konflikts in der Ost-Ukraine. Das Treffen im sogenannten Normandieformat findet in Frankreich statt.

Am 9. Dezember wollen sich die Präsidenten der Ukraine und Russlands, Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin in Paris treffen. Mit dabei sind der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das bislang letzte Treffen dieser Art hatte 2016 in Berlin stattgefunden, damals noch mit dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko.

Ukraines Präsident Selenskyj | Bildquelle: AFP
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Seit Selenskyjs Wahl kommt Bewegung in den festgefahrenen Konflikt.

Bewegung seit Selenskyj-Wahl

Danach hatte es zwischen Kiew und Moskau keinerlei Annäherung mehr gegeben. Erst die Wahl des politischen Quereinsteigers Selenskyj zum ukrainischen Präsidenten brachte wieder Bewegung und Hoffnung in den festgefahrenen Konflikt. Gefangene wurden ausgetauscht, beide Seiten zogen sich aus strategisch wichtigen Orten zurück. Ein Treffen zwischen Selenskyj und Putin gab es aber bisher nicht.

Ukrainische Schützenpanzer | Bildquelle: REUTERS
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Beide Seiten zogen sich von strategisch wichtigen Positionen zurück

13.000 Tote in der Ost-Ukraine seit 2014

Seit 2014 bekämpfen sich im Osten der Ukraine von Russland unterstützte Separatisten und ukrainische Regierungstruppen. 13.000 Menschen starben, Millionen wurden vertrieben. Russland annektierte die ukrainische Halbinsel Krim. Der Westen reagierte mit Sanktionen gegen Moskau.

Seit fünf Jahren versuchen Deutschland und Frankreich zwischen der Ukraine und Russland zu vermitteln. Die Vorbereitungen für ein neues Treffen laufen seit Monaten. Beim G7-Gipfel in Biarritz hatte Macron einen solchen Gipfel bereits für September in Aussicht gestellt.

Frankreich kündigt Ukraine-Gipfel in Paris an
Martin Bohne, ARD Paris
15.11.2019 18:59 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 15. November 2019 um 19:00 Uhr.

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