Der urkainische Präsident Selenskij | Bildquelle: AFP

Ukrainischer Soldat getötet "Zynische Provokation" im Donbass

Stand: 18.02.2020 12:25 Uhr

Nach der Tötung eines ukrainischen Soldaten verschärfen sich die Spannungen zwischen den Regierungen in Kiew und Moskau. Präsident Selenskij sprach von einer "zynischen Provokation" russischer Truppen im Osten des Landes.

Im Ukraine-Konflikt sind UN-Schätzungen zufolge bereits mehr als 13.000 Menschen ums Leben gekommen. Nach der Tötung eines ukrainischen Soldaten im Osten des Landes verschärft sich jetzt der Konflikt zwischen Kiew und Moskau. Russische Truppen hätten versucht, mit starkem Beschuss die ukrainischen Linien zu durchbrechen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij. Es handle sich um eine "zynische Provokation". Russland versuche, den langsam aber kontinuierlich in Gang gekommenen Friedensprozess im Donbass zu stören. Von russischer Seite hieß es dagen in Luhansk, die ukrainischen Soldaten hätten den Schusswechsel eröffnet.

Sicherheitsrat soll über Lage beraten

Selenskij kündigte eine Sitzung des ukrainischen Sicherheitsrats an. Im Osten der Ukraine agieren seit 2014 von Russland unterstützte Separatisten. Trotz einer 2015 vereinbarten Waffenruhe kommt es immer wieder zu Zwischenfällen.

Neues Gipfeltreffen geplant

Zur Lösung des seit sechs Jahren andauernden Konflikts soll es im April ein weiteres Gipfeltreffen zwischen der Ukraine und Russland unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs geben.

Zuletzt hatten sich Selenskij und der russische Präsident Wladimir Putin im Pariser Élyséepalast getroffen. Daran hatten auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel teilgenommen. Es war das erste solche Treffen seit gut drei Jahren. Damals hatte Macron angekündigt, es solle innerhalb der nächsten vier Monate einen weiteren Gipfel geben.

Über dieses Thema berichtete MDR-aktuell am 18. Februar 2020 um 15:13 Uhr.

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