Sicherheitskräfte stehen in einem überschwemmten Gebiet. | Bildquelle: dpa

Jordanien Tote und Vermisste durch Unwetter

Stand: 10.11.2018 19:53 Uhr

Nach heftigen Regenfällen in Jordanien sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Aus der berühmten Felsenstadt Petra mussten mehr als 3700 Touristen in Sicherheit gebracht werden.

Bei Sturzfluten nach sintflutartigen Regenfälle sind mindestens zwölf Menschen in Jordanien ums Leben gekommen. Jordanische Sicherheitskräfte evakuierten die Welterbestätte Petra. Mehr als 3700 Touristen hätten die bekannte archäologische Stätte wegen Überschwemmungen verlassen müssen, teilten die Behörden mit.

Aufnahmen von Besuchern in Petra zeigten, wie sich Wassermassen durch die Felsformationen der archäologischen Stätte schoben. Die Touristen brachten sich auf höher gelegenen Felsen vor dem reißenden Strom in Sicherheit. Alle Touren in das Gebiet wurden vorläufig ausgesetzt.

Besucher stehen vor der Welterbestätte Petra (Aufnahme von 2017). | Bildquelle: dpa
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Mehr als 3700 Touristen mussten die Welterbestätte Petra verlassen.

Militär setzt Helikopter ein

Neben den Todesopfern gab es in verschiedenen Teilen des Landes auch Verletzte. Regierungssprecherin Dschumana Ghuneimat sagte, der Zivilschutz suche nach Vermissten. Das Militär setzt Helikopter ein. Auch eine wichtige Überlandstraße wurde geschlossen. Anwohner betroffener Gebiete sollten nahe gelegene Schulen aufsuchen, in denen Notunterkünfte eingerichtet wurden. 

Erst vor zwei Wochen kamen bei einer Sturzflut in der Nähe des jordanischen Ufers am Toten Meer 21 Menschen ums Leben, viele davon Mittelschüler. Die Minister für Bildung und Tourismus traten anschließend zurück.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 10. November 2018 um 20:00 Uhr.

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