Ventimiglia, nachdem der Fluss Roya über Nacht über die Ufer getreten war. | Bildquelle: AFP

Italien und Frankreich Rettungskräfte suchen weiter nach Vermissten

Stand: 04.10.2020 09:47 Uhr

Dauerregen, Flutwellen, Schlammlawinen: Bei Unwettern in Norditalien und Südfrankreich starben zwei Menschen, Rettungskräfte sind weiter auf der Suche nach Vermissten. Es gibt riesige Sachschäden. Zuletzt beruhigte sich die Wetterlage.

Bei verheerenden Unwettern mit heftigen Regenfällen und Überschwemmungen sind in Norditalien laut Behörden zwei Menschen ums Leben gekommen.

Ein freiwilliger Feuerwehrmann aus der Gemeinde Arnad im Aostatal starb bei einer Rettungsaktion durch einen umgestürzten Baum, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Im Piemont geriet laut Agentur ein Mann in der Nacht im Auto bei Vercelli in die Wassermassen des Flusses Sesia und wurde mitgerissen.

Mehrere Regionen betroffen

Im Aostatal waren einige Orte nach Erdrutschen und Brückenschäden zeitweise vom Verkehr abgeschnitten. In der piemontesischen Provinz Cuneo wurden Tunnel überflutet und Straßen mussten gesperrt werden.

Auch in Ligurien richteten überschwemmte Flüsse und umgekippte Bäume starke Schäden an. Viele Haushalte waren ohne Strom. In Ventimiglia an der Grenze zu Frankreich sagte Bürgermeister Gaetano Scullino angesichts der Überschwemmungen: "Solch eine Katastrophe hat es seit 1958 nicht gegeben."

Zwei Tote und zahlreiche Vermisste nach Unwettern in Südfrankreich und Norditalien
tagesschau 20:00 Uhr, 03.10.2020

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Viele Vermisste gefunden

Zwischenzeitlich wurden in Italien insgesamt 22 Menschen vermisst, 21 von ihnen wurden laut Behörden auf der französischen Seite der Grenze entdeckt. Unter ihnen sind auch vier Deutsche.

Nachdem das Wetter sich zuletzt etwas beruhigte, haben vielerorts die Aufräumarbeiten begonnen.

Frankreich: Suche geht weiter

Im französischen Département Alpes-Maritimes an der Grenze zu Italien werden weiterhin mindestens acht Menschen vermisst, von zahlreichen anderen fehle eine Nachricht, sagte der französische Regierungschef Jean Castex. Es gebe "große Sorge über die endgültige Bilanz". Hunderte Retter setzten die Suche fort.

In der Region um Nizza, wo im bergigen Hinterland Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten waren, werden Bewohner mit Wasser und Lebensmitteln versorgt. Zur Hilfe werde auch die Armee eingesetzt, kündigte Castex an.

"Wir sind mit einem Unglück konfrontiert, wie ich es im (Département) Alpes-Maritimes noch nicht erlebt habe", sagte der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi. Etwa 100 Häuser seien in der Region zerstört oder beschädigt worden.

"Horrorszenen"

Der Abgeordnete Eric Ciotti sprach von "Horrorszenen". Sein Heimatdorf Saint-Martin-Vésubie in den Bergen nördlich von Nizza sei teilweise zerstört worden. Dutzende Menschen waren nach Feuerwehrangaben vor den Überschwemmungen in Sicherheit gebracht worden. Viele Straßen der Region mit tief eingeschnittenen Gebirgstälern waren nicht mehr passierbar, rund 13.500 Haushalte in der Region waren ohne Strom.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sprach Menschen, die vom Unwetter getroffen wurden, am Samstag via Twitter sein Mitgefühl aus: "Gemeinsam werden wir diese Bewährungsprobe bestehen."

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. Oktober 2020 um 09:00 Uhr.

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