Tunesier protestieren gegen die Rücknahme von Dschihadisten. | Bildquelle: AFP

Proteste in Tunesien "Terrorismus die Türen verschließen"

Stand: 24.12.2016 20:39 Uhr

In Tunesien haben Hunderte Menschen gegen die Rückkehr von Dschihadisten in ihr Land demonstriert. Die Proteste waren eine Reaktion auf den Anschlag in Berlin, den der aus Tunesien stammende Amri verübt haben soll. Der 24-Jährige hätte in seine Heimat abgeschoben werden sollen.

In der tunesischen Hauptstadt Tunis sind Hunderte Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Rückkehr von Dschihadisten ins eigene Land zu protestieren. Mehrere Nichtregierungsorganisationen hatten zu der Demonstration aufgerufen. Ihren Angaben zufolge nahmen etwa 1500 Menschen an der Aktion teil.

Tunesier demonstrieren gegen Rücknahme von Dschihadisten
tagesschau 20:00 Uhr, 24.12.2016, Stefan Schaaf, ARD Madrid

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Die Demonstration war eine Reaktion auf den Anschlag, den der aus Tunesien stammende Anis Amri auf einen Berliner Weihnachtsmarkt verübt haben soll. Amri war am Montag mit einem Lkw in den Weihnachtsmarkt gefahren - zwölf Menschen kamen durch den Anschlag ums Leben, fast 50 Besucher wurden verletzt. Der 24-Jährige hatte in Deutschland Asyl beantragt. Sein Antrag war jedoch abgelehnt worden und Amri sollte in seine Heimat abgeschoben werden. Der mutmaßliche Attentäter, der sich zu der Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannt hatte, wurde in den gestrigen Morgenstunden in Italien von der Polizei erschossen.

Aus Sicht der Demonstranten dürfe Tunesien solche Extremisten nicht wieder aufnehmen. "Verschließt dem Terrorismus die Türen", forderten die auf Plakaten.

Mindestens 800 Dschihadisten unter Beobachtung

Nach UN-Schätzungen kämpfen mehr als 5000 Tunesier für dschihadistische Organisationen im Ausland, zumeist im Irak, Syrien oder Libyen. Viele von ihnen wollten freiwillig nach Tunesien zurückkehren, wie der tunesische Präsident Beji Caid el Sebsi bereits Anfang des Monats eingeräumt hatte. Doch das Land verfüge über nicht genügend Gefängnisplätze, um alle Rückkehrer zu verhaften. Stattdessen würden die zurückgekehrten Dschihadisten beobachtet. Nach Angaben der Behörden stehen mindestens 800 Extremisten bereits unter Beobachtung.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Dezember 2016 um 20:00 Uhr.

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