Raketenabwehrsystem S-400 | Bildquelle: TURKISH DEFENCE MINISTRY HANDOUT

Umstrittener Handel Russland liefert Raketenabwehr an Türkei

Stand: 12.07.2019 14:01 Uhr

Die ersten Lieferungen des umstrittenen russischen Raketenabwehrsystems S-400 sind in der Türkei angekommen. Die USA sind strikt gegen den Kauf durch ihren NATO-Partner und drohen mit Sanktionen.

Trotz des Widerstands der USA hat die umstrittene Lieferung russischer S-400-Raketen an die Türkei begonnen. In einer Stellungnahme der Abteilung für Verteidigungsindustrie im Präsidialpalast hieß es, dass das erste Flugzeug in der Hauptstadt Ankara gelandet sei. Im Fernsehen war später ein zweites russisches Flugzeug auf dem Stützpunkt zu sehen. In den kommenden Tagen werde es weitere Lieferungen geben.

Der Waffenkauf ist die erste derartige Vereinbarung zwischen einem NATO-Mitglied und Russland. Er hat Medienberichten zufolge mehr als zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) kostet. Zugleich weckte der Kauf Befürchtungen, dass die Türkei in Richtung des russischen Einflussbereichs driftet.

Erste Lieferung der russischen S-400 in der Türkei eingetroffen
tagesschau 20:00 Uhr, 12.07.2019, Katharina Willinger, ARD Istanbul

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Seit Monaten gibt es deshalb Streit zwischen der Türkei und den USA. Washington hat Ankara wiederholt mit Konsequenzen gedroht - auch die NATO-Partner der Türkei lehnen die Lieferung der russischen Waffen ab.

USA wollen keine F-35-Jets mehr in die Türkei liefern

Die US-Regierung fürchtet, dass durch die Installation des russischen Systems in der Türkei die Sicherheit der eigenen Flugzeuge gefährdet werden könnte. Sie droht daher, der Türkei keine F-35-Kampfflugzeuge zu liefern, seit April sind die Auslieferungen bereits ausgesetzt. Die Türkei ist an der Produktion des neuen Kampfjets beteiligt und hat 116 Stück bestellt.

Das US-Caatsa-Gesetz stellt Geschäfte mit russischen Rüstungsfirmen unter Strafe. Nach Einschätzung von Diplomaten in Ankara beginnen die US-Sanktionen, sobald Teile des Raketensystems die türkische Grenze überqueren.

Kreml ist zufrieden

Kremlsprecher Dmitri Peskow begrüßte die Auslieferung. Alles laufe strikt im Einklang mit den Vereinbarungen und unterzeichneten Verträgen. Einen Zeitplan für die Auslieferung nannte er nicht. Beide Seiten fühlten sich aber verpflichtet, den Kaufvertrag einzuhalten.

Laut türkischen Medienberichten dürfte es bis Oktober dauern, bis das Abwehrsystem vollständig einsetzbar ist.

Lockheed Martin F-35 Lightning II Kampfflugzeug | Bildquelle: picture alliance/dpa
galerie

Die Türkei hat 116 Kampfflugzeuge des Typs F-35 bestellt, die USA haben die Auslieferung wegen des S-400-Streits gestoppt.

Wendet sich die Türkei vom Westen ab?

Die türkische Regierung intensiviert seit Tagen ihre Versuche, die Sorgen der NATO-Partner zu zerstreuen. Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte wiederholt, das System werde nur im Notfall eingesetzt. In der Zeitung "Cumhuriyet" hieß es zuvor, die S-400 werde mit einem unabhängigen Radar arbeiten und nicht mit anderen Systemen vernetzt. Dabei geht es auch um die vernetzte Luftabwehr der NATO.

Ankara sorgt sich, dass eine Verhängung von US-Sanktionen die ohnehin angeschlagene türkische Wirtschaft hart treffen würde. In den USA und Europa wird der Kauf der russischen Raketen als weiterer Schritt hin zur Abwendung der Türkei von ihren westlichen Partnern gesehen.

Katharina Willinger, ARD Istanbul, zum Streit über die Lieferung russischer Raketen
tagesschau 12:00 Uhr, 12.07.2019

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Erste Lieferung von russischen S-400 Raketen erreicht Türkei
Christian Buttkereit, ARD Istanbul
12.07.2019 11:47 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 12. Juli 2019 um 11:00 Uhr.

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