Türkisches Militärfahrzeug nahe Tal Abyad in Nordsyrien an der Grenze zur Türkei | Bildquelle: AFP

Türkische Regierung Vorbereitungen für Offensive abgeschlossen

Stand: 08.10.2019 02:32 Uhr

Das türkische Verteidigungsministerium hat mitgeteilt, dass die Armee für einen Militäreinsatz in Nordsyrien vorbereitet sei. Zugleich gerät US-Präsident Trump wegen des Truppenabzugs stärker unter Druck - auch aus den eigenen Reihen.

Nach der Verlegung von US-Soldaten aus dem Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien hat die türkische Regierung erklärt, die Vorbereitungen für die angekündigte Militäroffensive in Nordsyrien seien abgeschlossen.

Die Türkei sei entschlossen, Terroristen östlich des Euphrat-Flusses zu vertreiben, um das eigene Überleben zu sichern und eine sichere Zone einzurichten, zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu den Sprecher des Außenministeriums, Hami Aksoy.

"Auf diese Weise wird eine ernste Bedrohung für die territoriale Ganzheit und Einheit Syriens beseitigt, und es wird eine starke Grundlage geschaffen, um die Rückkehr der Terroristen von Deash und ähnliche Probleme in der Zukunft zu verhindern." Daesh ist die arabische Abkürzung für die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

Türkei will kurdische Anti-IS-Milizen aus Grenzgebiet zu Syrien vertreiben
tagesthemen 22:15 Uhr, 07.10.2019, Daniel Hechler, ARD Kairo

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Abzug der US-Truppen sorgt für Kritik

Das Weiße Haus hatte am Sonntag mitgeteilt, US-Streitkräfte würden sich nicht an einer geplanten Offensive der Türkei in Nordsyrien beteiligen und künftig nicht mehr "in der unmittelbaren Region sein". Im Morgengrauen am Montag begannen US-Truppen mit dem Abzug von dort. Der Schritt sorgte sowohl in den USA als auch international für Irritationen und Besorgnis. Trump wurde - auch aus den eigenen Reihen - vorgeworfen, die Kurdenmilizen in Nordsyrien im Stich zu lassen.

Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, warnte vor der Gefahr eines "signifikanten Konflikts" zwischen der Türkei und den Kurdenmilizen im Falle eines Einmarschs. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, warf Trump vor, die kurdischen Verbündeten der USA zu "verraten".

Verena Bünten, ARD Washington, zum Abzug von US-Truppen aus Nordsyrien
nachtmagazin 00:15 Uhr, 08.10.2019

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Kurden Verbündete der USA

Die YPG-Kurdenmilizen waren im Kampf gegen den IS in Syrien ein enger Verbündeter der USA. Sie sind Ziel der türkischen Offensive: Die Türkei sieht in der YPG, die an der Grenze Gebiete beherrscht, eine Terrororganisation.

Die Türkei will entlang der Grenze eine "Sicherheitszone" unter ihrer alleinigen Kontrolle. Dort will Präsident Recep Tayyip Erdogan auch Millionen syrische Flüchtlinge unterbringen, die derzeit in der Türkei und Europa leben.

Drohung in Richtung Ankara

Trump wehrte den Vorwurf ab, er sei im Konflikt zwischen der Türkei und den Kurden in Syrien parteiisch. "Ich nehme niemandes Seite an", sagte der US-Präsident. Nach massiver Kritik an dem angekündigten Rückzug der US-Truppen aus der syrisch-türkischen Grenzregion sprach er eine Drohung an Ankara aus, die Fragen aufwarf. "Wenn die Türkei irgendetwas unternimmt, was ich in meiner großartigen und unvergleichlichen Weisheit für tabu halte, werde ich die türkische Wirtschaft vollständig zerstören und auslöschen", twitterte Trump - ohne deutlich zu machen, was er als Verstoß erachten würde.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 07. Oktober 2019 um 22:15 Uhr.

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