Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan | Bildquelle: dpa

USA und Türkei Die Fronten bleiben verhärtet

Stand: 16.08.2018 09:47 Uhr

Nach den Sanktionen der Türkei gegen Produkte aus den USA bleibt die Stimmung zwischen den beiden Ländern aufgeheizt. US-Vizepräsident Pence sagte, die Türkei solle Trumps Entschlossenheit nicht austesten.

Im amerikanisch-türkischen Konflikt haben sich die Fronten weiter verhärtet: Mit der Erhöhung der Einfuhrzölle reagierte die Türkei direkt auf Sanktionen und Strafzölle der USA, die der stellvertretende Präsident Fuat Oktay, gestern auf Twitter "bewusste Angriffe der US-Regierung" nannte.

Harter Kurs gegen Ankara

Die US-Seite kündigte am Dienstag an, einen harten Kurs gegen Ankara fahren zu wollen. Vizepräsident Mike Pence erklärte gestern, die Türkei sei gut beraten, US-Präsident Donald Trump und seine Entschlossenheit, US-Bürger nach Hause zu holen, nicht auszutesten. Er und Trump würden nicht lockerlassen, bis Brunson bei seiner Familie in den USA sei, schrieb der Vizepräsident auf Twitter.

Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, zeigte sich zugleich enttäuscht, dass die türkische Justiz einer Freilassung Brunsons entgegenstehe. Sie betonte, die USA würden weiter auf diplomatischem Wege versuchen, die Freilassung des Pastors und weiterer Gefangener zu erreichen.

Strafzölle auf Autos und Alkohol

Die Liste mit 22 Strafzöllen der Türkei gegen die USA wurde am Mittwochmorgen im Staatsanzeiger veröffentlicht. Die Einfuhrgebühren der aufgelisteten Produkte wurden nach Angaben der Handelsministerin Ruhsar Pekcan verdoppelt. Aufgeführt sind unter anderem US-Autos, alkoholische Getränke, kosmetische Produkte, Tabak, Papier und Reis aus den Vereinigten Staaten.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 16. August 2018 um 01:00 Uhr.

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