Syrien-Gipfel in Ankara | Bildquelle: AFP

Dreiertreffen zu Syrien Einigkeit mit Rissen

Stand: 04.04.2018 18:33 Uhr

Beim Syriengipfel in Ankara haben sich die Präsidenten der Türkei, des Iran und Russlands für einen dauerhaften Frieden ausgesprochen. Sie zeigten Einigkeit - trotz unterschiedlicher Interessen.

Von Isabel Gotovac, ARD-Studio Istanbul

Seit dem Vormittag saßen die drei Staatschefs Recep Tayyip Erdogan, Wladimir Putin und Hassan Rouhani in der türkischen Hauptstadt Ankara zusammen, um - mal wieder - über den Krieg in Syrien zu sprechen.

Das Gespräch war kurz. Nach nur einer Stunde und vierzig Minuten hatten sich die Teilnehmer offenbar schon alles gesagt. Dabei ging es um so vieles: Deeskalationszonen, die humanitäre Lage und um eine neue Verfassung für Syrien.

Rouhani, Erdogan und Putin beraten über Ende der Kämpfe in Syrien
tagesschau 20:00 Uhr, 04.04.2018, Oliver Mayer-Rüth, ARD Istanbul, zzt. Ankara

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Keine leichte Aufgabe

In der abschließenden gemeinsamen Erklärung machte der türkische Präsident Erdogan klar, dass es den drei Präsidenten vor allem um Einigkeit im Auftreten geht - trotz unterschiedlicher Interessen. "Die Garantieländer sind sich erneut darin einig geworden, dass die Landeseinheit Syriens gewahrt, die blutigen Auseinandersetzungen beendet und die Zukunft des Landes aufgebaut werden muss."

Das ist keine leichte Aufgabe in dem schon siebenjährigen Krieg. Dennoch zeigte sich Erdogan nach den Gesprächen optimistisch. "Wir haben schwierige Aufgaben vor uns," sagte er. "Aber das Licht auf dem Weg zum Erfolg wird immer heller. Weder Syriens, noch unsere Zukunft darf von drei, vier Terrororganisationen verdunkelt werden."

Rouhani und Erdogan in Ankara | Bildquelle: AFP
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Die Präsidenten Rouhani und Erdogan (rechts). Der Rückzug aller Truppen aus Afrin wäre "eine konstruktive Entwicklung, sagte Rouhani.

Leichte Kritik von Rouhani an Erdogan

Irans Präsident Rouhani sagte, dass es keine militärische Lösung für Syrien geben könne. Der Rückzug aller Truppen aus Afrin wäre "eine konstruktive Entwicklung und eine Erleichterung für die syrische Bevölkerung".

Rouhani vermied es, die Türkei namentlich zu erwähnen. Die Armee des Landes war im Januar im nordsyrischen Afrin einmarschiert und geht dort mit einer umstrittenen Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG vor, die die Regierung in Ankara als Terrororganisation einstuft.

Erdogan bekräftigte erneut seinen Kurs. "Ich möchte hier an dieser Stelle noch einmal wiederholen, dass wir nicht Halt machen werden, bis die von YPG kontrollierten Gebiete zu sicheren Zonen werden", sagte er.

#kurzerklärt: Wer kämpft in Syrien?
tagesschau24 11:00 Uhr, 04.04.2018, Julia Henninger, SWR

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Diskussion über humanitäre Hilfen

Den drei Ländern ging es in Ankara unter anderem um humanitäre Hilfen, die laut einhelliger Meinung der Gesprächsteilnehmer aufgestockt werden müssten. Wie und womit das geschehen soll - dafür machte Erdogan einen ganz konkreten Vorschlag. "Wir wollen für die Kranken und Verletzten aus Ost-Ghouta bei Tal Abjad ein Lazarett gründen und Bäckereien bauen, die die Region mit frischem Brot versorgen sollen", sagte Erdogan.

Was ihm "ganz besonders am Herzen" liege, sei ein Angebot, "dass ich nicht nur auf diesem Gipfeltreffen unterbreitet habe, sondern in einem Aufruf auch zuvor schon an die internationale Gemeinschaft gerichtet hatte: nämlich den Bau von Wohnhäusern für die obdachlosen Menschen in den sicheren Zonen", so der türkische Präsident.

Unabhängigkeit Syriens gewährleisten

Einen Punkt betonten alle drei Präsidenten in ihrer Abschlusserklärung immer wieder. Die Unabhängigkeit Syriens müsse gewährleistet werden, sagten sie. Die Menschen in Syrien sollen selbst über die Zukunft ihres Landes entscheiden können - mit freien Wahlen und einer neuen Verfassung.

Die drei Staatsmänner hatten sich in der Konstellation zuletzt im November in Sotschi getroffen. Die Türkei, Russland und der Iran sind Garantiemächte im sogenannten Astana-Prozess. Er findet parallel zu den Friedensverhandlungen der UN in Genf statt.

Nach dem Syrien-Gipfel in Ankara
Isabel Gotovac, SWR
04.04.2018 17:37 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. April 2018 um 17:00 Uhr.

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