Thomas Seibert | Bildquelle: dpa

Akkreditierung verlängert "Tagesspiegel"-Journalist zurück in Türkei

Stand: 08.04.2019 12:22 Uhr

Die Regierung in Ankara hat dem Korrespondenten des Berliner "Tagesspiegel", Thomas Seibert, nun doch die Akkreditierung verlängert. Der Zeitungsjournalist ist bereits in die Türkei zurückgekehrt.

Nach dem Streit um seine Akkreditierung kann der langjährige Türkei-Korrespondent des Berliner "Tagesspiegel", Thomas Seibert, nun doch weiter aus dem Land berichten.

Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, gewährte die Regierung in Ankara ihm die Akkreditierung nun doch und lud ihn ein, in die Türkei zurückzukehren. Am Wochenende sei Seibert wieder in Istanbul eingetroffen, wo er seit 1997 lebt und arbeitet. " Ich freue mich, dass alle Missverständnisse nun ausgeräumt sind", sagte er.

Seibert und der ZDF-Korrespondent Jörg Brase hatten die Türkei am 10. März verlassen müssen, weil ihre Anträge auf Verlängerung ihrer Presse-Akkreditierung abgelehnt worden waren. Brase erhielt bereits zwei Tage später eine neue Akkreditierung und kehrte daraufhin in die Türkei zurück.

Die Pressekarten ausländischer Korrespondenten laufen jedes Jahr Ende Dezember ab und müssen dann neu beantragt werden. Die Karten gelten als Arbeitserlaubnis, sind aber auch Grundlage für die Ausstellung einer Aufenthaltsgenehmigung.

Maas: Vorgehen ist "inakzeptabel"

Zwischen Berlin und Ankara hatte der Entzug der Akkreditierung für diplomatische Verstimmungen gesorgt. Außenminister Heiko Mass nannte das Vorgehen der türkischen Behörden "inakzeptabel".

In einem Gespräch am Rande des NATO-Außenministertreffens in Washington vergangene Woche hatte Maas mit seinem türkischem Kollegen Mevlüt Cavusoglu eigenen Angaben zufolge auch über "Akkreditierungsfragen für Journalisten" gesprochen.

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