Ein Flugzeug der türkischen Luftwaffe

Luftraum über Idlib Türkei schießt syrische Kampfjets ab

Stand: 02.03.2020 06:16 Uhr

Türkische Soldaten haben Regierungsangaben zufolge zwei syrische Kampfflugzeuge über der syrischen Provinz Idlib abgeschossen. Die Flugzeuge hätten türkische Kampfjets angegriffen, hieß es zur Begründung.

Die Türkei hat nach eigenen Angaben in der Provinz Idlib zwei syrische Kampfflugzeuge abgeschossen. Das Verteidigungsministerium teilte mit, es handele sich um Flugzeuge des Typs SU-24 aus russischer Produktion.

Zur Begründung hieß es, die Flugzeuge hätten türkische Kampfjets angegriffen. Von dem Abschuss berichteten auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Die vier Piloten hätten sich mit Fallschirmen gerettet und seien sicher gelandet, hieß es weiter.

Griechisches Militär drängt Flüchtlinge zurück in die Türkei
tagesthemen 23:15 Uhr, 01.03.2020, Katharina Willinger, ARD Istanbul

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Luftraum über Idlib gesperrt

Die syrische Regierung hatte den Luftraum im Nordwesten des Landes gesperrt. Flugzeuge und Drohnen dürften insbesondere über Idlib nicht mehr fliegen, teilte die syrische Armee einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge mit. "Jedes Flugzeug, das unseren Luftraum verletzt, wird als feindlich eingestuft und abgeschossen."

Der Schritt folgte kurz nach dem mutmaßlichen Abschuss eines Kampfflugzeugs der syrischen Regierung. Von der Türkei unterstütze Rebellen erklärten, den Jet abgeschossen zu haben. Die syrische Armee bestritt dies und erklärte, statt des Flugzeugs sei eine türkische Drohne abgeschossen worden.

Militäroffenisve der Türkei

Am Donnerstagabend waren durch Angriffe der syrischen Regierung in der Provinz Idlib 36 türkische Soldaten getötet worden. Die Türkei hatte daraufhin massive Vergeltungsangriffe auf syrische Truppen gestartet. Mit der "Operation Frühlingsschild" geht die Türkei weiter gegen syrische Regierungstruppen in Idlib vor. Sie sei erfolgreich im Gange, teilte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge mit.

Ankara wolle eher auf Konfrontation zu syrischen Truppen als zu russischen gehen, erklärte Akar. Moskau müsse den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad überzeugen, sich auf die Frontlinien einer 2018 vereinbarten Waffenruhe am Rande von Idlib zurückzuziehen. Die Türkei habe mehr als 2200 syrische Soldaten, 103 Panzer und acht Hubschrauber "neutralisiert".

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar | Bildquelle: AP
galerie

Akar betonte, sein Land wolle keine Konfrontation mit Russland.

Erdogan warnt Russland und Syrien

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu telefonierte unterdessen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Nach einer Mitteilung des Außenministeriums in Moskau diente das Telefonat der Vorbereitung des Treffens zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Kremlchef Wladimir Putin in der kommenden Woche. Ziel sei die Schaffung einer Atmosphäre für einen "ergebnisorienten Dialog" der beiden Staatschefs zur Lösung des Konflikts in Syrien, teilte das Ministerium mit.

Moskau unterstützt Syriens Machthaber Baschir al-Assad militärisch. Assad führt seit Ende vergangenen Jahres zusammen mit Russland eine Offensive in der letzten Hochburg der Assad-Gegner in Idlib. Dort sind vor allem islamistische und dschihadistische Milizen aktiv, die teils von der Türkei unterstützt werden.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuletzt scharfe Warnungen an Russland und Syrien gerichtet. In einem Telefonat mit Kreml-Chef Wladimir Putin am Freitag sagte er nach eigenen Angaben, Russland solle der Türkei in Syrien "aus dem Weg" gehen. Er drohte außerdem Syrien, dass es den "Preis zahlen" werde für den Tod der türkischen Soldaten.

Syrische Medien: Türkei schießt zwei syrische Kampfjets ab
Björn Blaschke, ARD Kairo
01.03.2020 14:49 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 01. März 2020 um 17:00 Uhr.

Darstellung: