ARD-Standbild Susanne Daubner

Die ARD-Berichterstattung aus dem Katastrophengebiet Das Chaos nach dem Tsunami

Stand: 22.12.2009 12:07 Uhr

Die Nachricht von dem schweren Seebeben im Indischen Ozean erreicht Deutschland am 2. Weihnachtsfeiertag. Niemand wusste zunächst, was genau passiert war. Größtenteils von der Außenwelt abgeschnitten, waren die betroffenen Gebiete auch für die ARD-Korrespondenten anfangs nur schwer zu erreichen. Meldungen über tausende Tote ließen eine Ahnung über das Ausmaß der Katastrophe aufkommen. Sehen Sie hier, wie Tagesschau, Tagesthemen und Nachtmagazin in den ersten Tagen nach dem Tsunami berichteten.

26.12.2004 - Erste Bilder aus dem Tsunami-Gebiet

Rund acht Millionen Menschen schalten abends die Tagesschau ein. Erste Bilder von überschwemmten Gebieten, in denen Menschen, Häuser und Autos von Wassermassen davongetrieben werden, zeigen das Chaos nach dem Tsunami. Von 11.000 Toten ist die Rede und Millionen Obdachlosen. Erste Hilfsmaßnahmen laufen an.

27.12.2004 - Angst um die Angehörigen

Auch am Tag nach dem Tsunami lassen sich die Folgen der Katastrophe noch immer nicht abschätzen. Die Opfer- und Vermisstenzahlen steigen ständig an. In Deutschland sorgen sich tausende Menschen um Angehörige oder Freunde, die in den überschwemmten Gebieten Urlaub gemacht haben. Deutsche Reiseveranstalter holen die ersten Touristen nach Hause.

28.12.2004 - Hilfe für die Überlebenden

Nach weiteren Informationen über immer mehr Opfer, darunter auch sehr viele Deutsche, stellt die Bundesregierung einen Krisenstab zusammen. Hilfslieferungen mit Lebensmitteln und Medikamenten sind bereits angelaufen. Nun schickt die Berlin ein Flugzeug mit Ärzten und Bundeswehrpiloten nach Thailand, um verletzte deutsche Flutopfer zurückzubringen.

29.12.2004 - Suche nach den Vermissten

Die Suche nach Verletzten wird weitgehend eingestellt. Drei Tage nach dem Tsunami geht man davon aus, nur noch Leichen bergen zu können. Die Körper werden in Turnhallen, in Tempeln oder einfach auf den Straßen aufgereiht. Wegen der heißen Temperaturen verwesen sie schnell, die Identifizierung ist schwierig. Im thailändischen Khao Lak liegen noch immer zahlreiche Tote unter den Trümmern. Von den Hotels und Ferienressorts eines der beliebtesten Urlaubsgebiete Thailands sind kaum noch Ruinen geblieben.

07.01.2005 - Das volle Ausmaß der Katastrophe

Zwei Wochen nach dem Seebeben wird das Ausmaß der Zerstörung deutlicher. In der täglichen Berichterstattung werden immer mehr Details bekannt. In Sri Lanka beispielsweise hat die Flutwelle einen vollbesetzten Zug nahe der Stadt Galle von den Schienen gespült. Dabei kamen mindestens 1300 Menschen ums Leben, viele Kinder wurden zu Waisen.

Fast einen ganzen Monat lang berichtet die ARD täglich von der Lage in den Katastrophengebieten. Auch in den folgenden Monaten beschäftigen sich die Nachrichten regelmäßig damit, wie der Wiederaufbau in den zerstörten Gebieten vorankommt. Bis heute zählt der Tsunami vom 26.12.2004 zu den verheerendsten Flutwellen in der Geschichte der Menschheit.